Himmelkron — Die IG Metall Ostoberfranken hatte nach Himmelkron zur traditionellen Jubilarehrung eingeladen. 47 Jubilare folgten der Einladung in den Gasthof Opel und verbrachten einen geselligen Nachmittag unter früheren Kollegen und Mitstreitern. Die Ehrungen nahm der Arbeitskreis 55+, vertreten durch Inge Groh, Volker Seidel und Mathias Eckardt vor. Besonders hervorzuheben sind die Auszeichnungen für Heinz Arnhold (geb. 1928) und Georg Vogel (geb. 1929), die für 70-jährige Mitgliedschaft geehrt wurden und ihre Urkunden und Präsente persönlich entgegennahmen, wofür ihnen von allen Anwesenden hoher Respekt entgegengebracht wurde.
Inge Groh vom Arbeitskreis 55+ betonte die Notwendigkeit eines grundlegenden Kurswechsels in Wirtschaft und Gesellschaft: "Einen Kurswechsel hin zu mehr sozialer Gerechtigkeit, zu mehr Demokratie und Mitbestimmung. Dafür brauchen wir eine starke IG Metall und viele Mitstreiterinnen und Mitstreiter."
Auch Mathias Eckardt, DGB-Geschäftsführer der Region Oberfranken, dankte den Jubilaren für die langjährige Mitgliedschaft. "Das ist in der heutigen Zeit nicht mehr selbstverständlich!"
Insgesamt wurden in diesem Jahr 232 Kolleginnen und Kollegen geehrt, davon 127 zur 50-jährigen Mitgliedschaft, 98 für 60-jährige Treue und sogar sieben für 70 Jahre Verbundenheit zur Organisation.
Die Festrede hielt Volker Seidel, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Ostoberfranken. Dabei ging er u. a. auch auf die wichtigsten Ereignisse der Jahre ein, in denen die Jubilare der Gewerkschaft beigetreten sind. Dabei machte er auch deutlich, dass Gewerkschaften damals wie heute unerlässlich sind. "Für den Erfolg brauchen wir eine starke IG Metall. Unsere Tradition ist es, streitfähig zu sein, bei Konflikten um Lohn und Leistung, bei Auseinandersetzungen um Geld und Arbeitszeit und auch wenn es um soziale Absicherungen geht, sind wir in der Lage, Lösungen zu finden." Allerdings sei nichts davon sicher und von Dauer, wenn man die erarbeiteten Gewinne nicht gemeinsam verteidige.
Zudem thematisierte Volker Seidel die möglichen Beweggründe, die die Jubilare motivierten, sich für eine Mitgliedschaft zu entschieden. "Vor allem geht es darum, dass wir als Menschen geachtet werden, dass es sich lohnt zu arbeiten, dass wir teilhaben an den wirtschaftlichen Erfolgen und dass unsere Arbeitsplätze sicher sind." red