Zur Weihnachtsgeschichte aus dem Lukas-Evangelium brauchten Angela Hennemann und Sonja Göbel, die Leiterinnen der Dorfjugend, den Kindern im Gemeinschaftshaus nichts zu erzählen: Von der Herbergssuche und der Geburt des Heilands hatten sie schon viel gehört. Und so schnappten sie sich nach der Begrüßung eine Baumscheibe als Grundlage, um sich eine ganz eigene Krippe zu basteln. Dass sich dabei doch nicht jeder ans "Drehbuch" aus der Bibel hielt und manch gebastelte Szenerie eine ganz moderne Interpretation wurde, war gewünscht.

Ein Sternchen als Heiligenschein

Während bei den Kleinsten die Eltern mithelfen mussten, gingen die Schulkinder ganz selbstständig zu Werke. Es galt, die Figuren-Rohlinge aus Holz mit Gesichtern zu verzieren und aus Stoffresten und Filz Kleidung für Maria und Josef zu schneidern. Ein Eichelhütchen wurde zur Kopfbedeckung des Mannes, Maria bekam zumeist ein Kopftuch. Dem Jesukind wurde mit Kleber je ein kleines Sternchen als Heiligenschein auf den Kopf gesetzt. Natürlich bekam auch der Heiland Augen, Mund und Nase. Und wie es sich für ein Christuskind gehört, wurde es auf Stroh gebettet. mdr