Ein imposantes Glasfenster mit einem Durchmesser von rund 80 Zentimetern, entworfen von den beiden Kulmbachern Lorenz Reinhard Spitzenpfeil und Alfred Födransperg, ist seit dieser Woche wieder im Besitz der Stadt Kulmbach.

Das Kunstwerk wurde ursprünglich 1935 für den Neubau der Kulmbacher Sparkasse in der Buchbindergasse, dem Gebäude der heutigen Touristinformation, gefertigt. Dort zierte das Fenster mit der Darstellung der Altstadt über 50 Jahre den Eingangsbereich und sowohl von innen als auch von der Straße aus gut zu sehen.

1987 wurde das Gebäude in der Buchbindergasse umgebaut. Im Zuge der Renovierungsarbeiten wurde auch das Fenster ausgebaut, es verschwand daraufhin aus unbekannten Gründen. Rund drei Jahrzehnte später, im Frühjahr 2019, bot eine Antiquitätenhändlerin aus Bamberg das inzwischen neugefasste Glasbild der Stadt Kulmbach zum Kauf an. Die Frau hatte das Fenster 2005 auf einer Antiquitätenmesse in der Dr.-Stammberger-Halle erworben und wusste nichts von der Herkunft. Da aber an gestohlenen Gütern kein Eigentum erworben werden kann, gab die Händlerin das Bild aus freien Stücken zurück an die Stadt.

Nun soll es an seinem ursprünglichen Platz wieder einen festen Platz bekommen. Geplant ist der Einbau in eines der Fenster mit Blick Richtung Eku-Platz. red