Mit drei mittäglichen Kurzführungen, den "Kunstsnacks", und einer Vortragsreihe möchte der Freundeskreis der Museen um den Bamberger Dom im Juni auf aktuelle Themen in den Sammlungen am Domberg aufmerksam machen.
Am 14. Juni startet eine Vortragsreihe zu dem vor 500 Jahren geschaffenen Ausnahmegemälde "Die Sintflut" von Hans Baldung Grien. Dann führt Domkapitular Norbert Jung, Leiter der Hauptabteilung Kunst und Kultur des Erzbistums Bamberg, in die Sintflut-Thematik ein. Die Veranstaltung im Dompfarrheim beginnt um 20 Uhr.
Am 17. Juni, 16 Uhr, folgt eine VHS-Führung mit der Renaissance-Expertin Alexandra Stein-Tasler zu Griens Gemälde, das in der Staatsgalerie Bamberg in der Neuen Residenz zu sehen ist.


500 Jahre Weltuntergang

Vor 500 Jahren, am Beginn der Neuzeit, prophezeiten Wissenschaftler aufgrund einer großen Planetenkonjunktion eine verheerende Sintflut. Die Weltuntergangsvision von Hans Baldung Grien, einem Zeitgenossen und Meisterschüler von Albrecht Dürer, verarbeitet auf markerschütternde Weise die Ängste einer von Umbrüchen und Unsicherheiten gezeichneten Gesellschaft. Das Gemälde "Die Sintflut" kam im 19. Jahrhundert in den Besitz der städtischen Gemäldesammlungen.
Anlässlich des Jubiläums hat der Freundeskreis der Museen um den Bamberger Dom eine Vortragsreihe initiiert, die mit einer Einführung in die religionsgeschichtlichen Zusammenhänge beginnt und eine Erläuterung vor dem Kunstwerk bietet. Im September und November folgen - einer Pressemitteilung des Freundeskreises zufolge - noch zwei kunsthistorische Vorträge durch den Sammlungsleiter Martin Schawe aus München und den Lehrstuhlinhaber der Neueren und Neuesten Kunstgeschichte der Universität Bamberg, Wolfgang Brassat.


Theater und Museum

Zusätzlich zum laufenden "Kunstsnack"-Programm im Juni (siehe Infokasten) schlagen die Dombergmuseen die Brücke zwischen Theater und Museum: Mit dem Titel "Wie die Buddenbrooks - Bamberger Bürgertum im 19. Jahrhundert" nimmt die Kurzführung vom 22. Juni Bezug auf das derzeit in Bamberg laufende Theaterstück und zeigt Porträts und Interieur angesehener Bamberger Familien aus der Biedermeierzeit.
Nach Angaben des Freundeskreis es verfügt das Historische Museum über eine umfangreiche Sammlung von Porträts, Interieurs, Schmuck und Kleidung der Biedermeier- und Gründerzeit, die sie jetzt präsentiert.
Museumsdirektorin Regina Hanemann gibt beim "Kunstsnack" am 22. Juni um 12.30 Uhr spannende Einblicke in dieses blühende Jahrhundert Bambergs. red