Forchheim — Margreth Hirschmiller-Reinhard und Hermann Oberhofer zeigen am Karfreitag, 3. April, von 10 bis 13 Uhr und am Ostermontag, 6. April, von 11 bis 17 Uhr in den Rathaushallen Forchheim, Hauptstraße 24, ihre Druckgrafiken, Bronzeplastiken und Bilder.
Die Bronzeplastiken von Margreth Hirschmiller-Reinhard sind meist in Bewegung und auf dem Sprung. Jede ihrer Figuren trägt ein Handy mit sich und ist Ausdruck unseres Zeitgeistes.
Margreth Hirschmiller-Reinhard wurde 1947 in Abtsgmünd in Baden Württemberg geboren. Sie absolvierte ein Studium der Pädagogik und Sonderpädagogik. Bis zu ihrer Pensionierung arbeitete sie als Lehrerin für Sonderpädagogik im Zentrum für Körperbehinderte in Würzburg. Seit 1984 widmet sie sich der Malerei, Plastik und Druckgrafik. Mehrmals nahm sie an der Sommerakademie Salzburg und an der Europäischen Akademie für Bildende Kunst in Trier teil. Sie ist Mitglied im Syrlin Kunstverein e.V. International., im VKU (Vereinigung Kunstschaffender in Unterfranken) und im BBK (Berufsverband Bildender Künstler).

Wenige Pinselschläge

Außerdem zeigt Margreth Hirschmiller-Reinhard aus ihrer großen Serie "Momente" Kupferdrucke, die sie seit 2006 in unerschöpflichen Variationen druckt. "Dabei hat sie ihr Formrepertoire auf wenige Pinsel schläge mit Linien, Tupfen und Spritzer reduziert. Dass diese abstrahierten Formen in Bewegung und unterwegs sind, ist ebenso offensichtlich wie ihre stete Veränderung", äußert sich die Kunsthistorikerin Liane Thau über Hirschmiller-Reinhard.
Die Acrylbilder von Hermann Oberhofer sind Impressionen von Reisen. Er zeigt Menschengruppen von unterwegs: Im Kaffee, im Hydepark von London oder in der U-Bahn, bei einer Beerdigung oder auf dem Trödelmarkt, im Flughafen oder beim Afrika-Festival in Würzburg. Bei seinen Druckgrafiken konzentriert er sich auf den Farbholzschnitt. Großformatige abstrahierte Drucke wechseln mit konkreten Darstellungen je nach Gestaltungslust und Auftragslage. Hermann Oberhofer ist geboren im Altmühltal. 1963 legte er sein Abitur ab und studierte anschließend Pädagogik und Kunsterziehung in Eichstätt. Seit 1970 ist er Mitglied in der Vereinigung Kunstschaffender in Unterfranken und seit 1971 ist er Mitglied im Berufsverband Bildender Künstler. Seit 1990 hat Oberhofer Lehraufträge für Hochdruck und Inhalte der Kunsterziehung an der Universität Würzburg. Bis Mitte 2014 war er Leiter des Künstlerhauses Würzburg im Kulturspeicher mit Druckwerkstatt und Werkstattgalerie. Von ihm gab es schon zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland und darüber hinaus.
Der Eintritt in die Ausstellung "Unterwegs" ist frei, teilt die Stadt Forchheim als Veranstalter mit. red