Der erste Workshop zum Projekt "Kulturentwicklungsplan der Stadt Forchheim" ist erfolgreich über die Bühne gegangen: Über 80 Forchheimer Kulturschaffende, Vertreter der Kulturverwaltung und -politik sowie Akteure aus den Bereichen Bildung, Stadtentwicklung, Integration, Wirtschaft und Tourismus sowie interessierte Bürger brachten in der Kaiserpfalz ihre Ideen zur Kulturentwicklung in Forchheim ein. Ihnen zur Seite standen das "Netzwerk Kulturberatung", die Projektbeauftragte für den Kulturentwicklungsplan der Stadt Forchheim, Susanne Fischer, und der künstlerische Leiter des Jungen Theaters Forchheim, Lorenz Deutsch.

Erstes und wichtigstes Ergebnis der Diskussionen war der Wunsch nach einer Kulturverwaltung als koordinierender Einheit. Da derzeit die städtischen Kultureinrichtungen über verschiedene Referate verteilt sind, sei es notwendig, diese zusammenzufassen, um Ansprechpartner und Berater zu haben.

Ein weiterer Punkt war die Sichtbarmachung von Geschichte in der Stadt: Deutlich wurde der Wunsch nach verschiedenen Kulturpfaden ("Kingswalk") z. B. in Form eines "Hörpfades", einer "Erinnerungskultur" und der Sichtbarmachung von "Industriegeschichte". Wichtig sei es, Ausgrabungen zu intensivieren und Sichtfenster zu ermöglichen sowie die Kennzeichnung historischer Gebäude.

Ein vieldiskutiertes Thema im Workshop war auch "Vernetzung, Kommunikation und Marketing": Für notwendig hielt man eine Vernetzung auch mit dem südlichen Landkreis, die Anbindung an die Metropolregion und die Kooperation mit übergreifenden Tourismusorganisationen. Dies gehe einher mit der Koordination der Vielzahl an Kommunikationskanälen, z. B. dem weiteren Ausbau der Social-Media-Kanäle, einer gemeinsamen Vermarktung der Veranstaltungen, Broschüren mit Ansprechpartnern und besserer Selbstdarstellung der Einrichtungen.

Was fehlt in Forchheim, war klar: Kulturräume auf allen Ebenen. Gefordert wurden eine städtische Galerie, Probenräume, eine größere Veranstaltungshalle bzw. ein Konzertsaal. Auch in der Spartenbespielung mangele es in der Stadt: Ein klassisches Theater fehlt, wurde festgehalten, ebenso ein Kulturangebot für Jüngere.

OB Uwe Kirschstein nahm die "Hausaufgabe" mit, die Ergebnisse des Workshops in der Verwaltung und im Stadtrat zu besprechen. red