Jedes Jahr veranstaltet die Humboldt-Universität Berlin einen Mathematik-Wettbewerb, bei dem inzwischen rund sechs Millionen Teilnehmer aus über 60 Ländern mitmachen. Am Känguru-Tag rauchen überall auf der Welt den Schülern die Köpfe, wenn sie über den mathematischen Multiple-Choice-Aufgaben des Wettbewerbs tüfteln, bei dem es verschiedene Schwierigkeitsstufen gibt.
Für alle gibt es kleine Preise als Anerkennung, und diejenigen, die es zu einem ersten, zweiten oder dritten Preis in ihrer Altersstufe schaffen, werden mit T-Shirts, Knobelspielen und Urkunden belohnt. "Dabei haben die Preise für die Kinder immer einen Bezug zu dem Mathe-Test", erzählt Petra Rauh, Leiterin der Grundschule Burghaig, die sich mit der dritten und vierten Klasse beteiligte.
"Einen der ersten Preise haben wir aber bislang noch nie ergattern können, in diesem Jahr zum ersten Mal." Jonas Warwel und Mona Prawitz heißen die zwei strahlenden Gewinner an der Burghaiger Schule, wobei Jonas einen ersten Preis holte und Mona einen dritten.
"Ich fand es gar nicht so schwer", sagt der Viertklässler, der gern "wegen der Technik und der Robotik ab September das MGF in Kulmbach besuchen möchte." "Du magst ja auch Mathe gern und bist gut darin", bestätigt seine Klassenkameradin Mona, die als einziges Mädchen im Landkreis einen Preis holte und den Test ebenfalls "eigentlich leicht" fand.
Den Erfolg des Mathe-Tests bei den Schulkindern sieht Petra Rauh in der Motivation. "Bei dem Test machen so viele Kinder in ganz Deutschland, ja auf der ganzen Welt zeitgleich mit, da bekommt das Ganze schon ein Gefühl der Wichtigkeit."
Eine normale Probe sei Alltagsgeschäft, bei diesem Wettbewerb könnten die Kinder losgelöst von der Übertrittssituation nach Lust und Laune grübeln und rechnen. "Manchmal entwickeln hier auch Kinder eine Freude, die sich sonst in Mathe nicht so engagieren."
Die Tests werden im Anschluss mit der ganzen Klasse besprochen, man kann gemeinsam tüfteln, viele knobeln auch daheim weiter und bringen oft sogar ihre Eltern an ihre Grenzen. "Und das ist toll, denn die Familie ist der größte Bildungsbaustein, und obendrein wird das dialogische Lernen gefördert."
In Kulmbach konnten sich auch Kinder an anderen Schulen über einen Preis freuen, so ist Jonathan Lormes aus der vierten Klasse der Pestalozzischule stolz auf seinen 3. Platz. An der Grundschule Rugendorf beteiligte man sich zum ersten Mal am Känguru-Test, und Paul Spörrer und Paul Oppenländer konnten gleich erste Plätze belegen. Das MGF-Gymnasium hatte teilgenommen, wobei fünf Schüler einen vorderen Platz belegen konnten: Paul Deichsel aus der sechsten Klasse und Yannic Thiel aus der siebten Klasse einen dritten Preis, und Tobias Wanierke aus der siebten sowie Caspar Schweens und Moritz Boettcher (beide achte Klasse) zweite Plätze.
Weitere Informationen über den Mathe-Wettbewerb Känguru stehen auf www.mathe-kaenguru.de.