Nach zweijähriger Pause hatte die Gemeinde wieder die örtlichen Vereinsvorstände, Vertreter örtlicher Institutionen, sowie engagierte Bürgerinnen und Bürger zum Neujahresempfang eingeladen. Bürgermeister Herwig Neumann erinnerte zu Beginn an einige markante Daten, die diese Traditionsveranstaltung in den Jahren 2020 und 2021 verhindert hatten.

Am 31. Dezember 2019 informierte die Volksrepublik China erstmals über einige Corona-Infektionen. Auch beim ersten Auftreten in einer deutschen Firma hat noch niemand das neue Virus ernst genommen. Hellhörig wurde die Öffentlichkeit allerdings nach dem ersten Todesfall nach einer Faschingsveranstaltung in Nordrhein-Westfalen. Obwohl sich die Lage mittlerweile entspannt habe, kämpfe man derzeit mit inflationären Energiepreisen als Folge des Ukraine-Krieges.Trotzdem ist der Bürgermeister zuversichtlich. „Mir ist vor dem neuen Jahr nicht bange. In unserer Gemeinde herrscht ein gutes Miteinander.“ Eine kluge Entscheidung sei der noch vom vorherigen Bürgermeister und Gemeinderat gefasste Beschluss gewesen, einen neuen Kindergarten zu bauen. Der soll im Juli fertiggestellt werden.

„Mit Krippe, Kindergarten, Schule und Hort haben wir eine zukunftsfähige Infrastruktur geschaffen. Das zieht immer wieder Menschen an, damit können wir wuchern. Junge Eltern und Familien schätzen das attraktive Umfeld, das ihnen in Trebgast geboten wird, und fühlen sich hier wohl.“ Dadurch gebe es im Ort kaum Leerstände. Das im Rahmen der städtebaulichen Entwicklung im Ort ausgewiesene Sanierungsgebiet werde gern für Renovierungen genutzt.

Leider mussten die Gärtnerei Köhler in der Bahnhofstraße und das Edeka-Geschäft von Erika und Emil Lauterbach in der Ortsmitte Ende des Jahres aus Altersgründen geschlossen werden. „Gerade die kurzen Wege waren vor allem für viele Ältere von Vorteil“, bedauerte der Bürgermeister diese Entscheidungen und fügte gleich hinzu: „Und die Kinder werden im Sommer das gute Eis vermissen.“ Neumann dankte den beiden Inhabern und überreichte jeweils ein Geschenk. Als positiv bewertete er die Entscheidung der VR Bank Oberfranken Mitte, ihre Trebgaster Geschäftsstelle weiterhin zu erhalten.

Für 2023 wurden erste Weichen gestellt. „Beim Befahren unserer Abwasserkanäle wurden erhebliche Mängel festgestellt. Wir beginnen dieses Jahr damit, das Netz zu sanieren. Ein entsprechendes Konzept dafür wurde jetzt in Auftrag gegeben.“ Das werde eine Aufgabe für die nächsten zehn Jahre, da man in diesem Zusammenhang auch die Straßenoberflächen mit im Blick behalten müsse. Dieter Hübner