Zeitgenössische Kunst aller Genres möchte Marion Kotyba in ihrer vor fünf Jahren eröffneten Galerie im Oberhacken gleich hinter dem Rathaus präsentieren. Mittlerweile vertritt sie 28 Kunstschaffende. Zwölf von ihnen stellen sich derzeit in einer Werkschau vor: Pavel Fedorov (Neudrossenfeld), Helga Hopfe (Mainleus), Angelika Kandler Seegy, Ruth Eva Karl, Heike Knoll und Ferdinand Oppl (alle Nürnberg), Birgit Möller-Klimek (Fürth), Martin Minier (Höchstadt), Carina Scherbel (Kronach), Annick Servant (Bayreuth) und Dagmar Weeser (Bingen). Gezeigt werden zudem Plastiken der 2015 verstorbenen Ursula Wolf ( Kulmbach ).

Marion Kotyba, deren eigene freie Werke man mit „Farbexplosionen“ charakterisieren könnte, hat ganz verschiedene Herangehensweisen an die bildene Kunst zusammengestellt. Helga Hopfe zeigt diesmal flächige Frauenfiguren, aber auch eine erstaunlich aquarellhafte Landschaft. Ferdinand Oppl hat waagrecht angelegte „mystische“ Impressionen dabei. Fast plakathaft präsentiert Carina Scherbel Tierfiguren auf Kuhfell. Außerdem hat die Galerie diesmal zwei vielversprechende Neuentdeckungen zu bieten. Zum einen Pavel Fedorov (34) aus St. Petersburg, der momentan in Neudrossenfeld wohnt. Er malt fotorealistisch, besticht allerdings mit Licht- und Reflexgebungen, die wohl selbst mit intensiver Nachbearbeitung nicht einmal auf Fotos wiedergegeben werden könnten. In der Werkausstellung ist seine nächtliche Ansicht der verregneten Spitalgasse zu bestaunen.

Ganz anders Martin Minier. Der 41-Jährige stellt zum allerersten Mal überhaupt aus. Der gebürtige Bayreuther ist Autodidakt. Minier ist Pfleger an der orthopädischen Klinik in Erlangen und nimmt seine Kunst als Ausgleich zum Beruf. Post-Popart ist sein Metier. „Alles, was nach Roy Lichtenstein oder Andy Warhol kommt“, sagt er. Sein Portrait von Marilyn Monroe in der Schaufensterauslage erinnert tatsächlich an Warhol. Ein weiteres Protrait in weiter Anlehnung an die Popart ist in der Ausstellung zu sehen.

Die Galerie öffnet donnerstags und freitags von 14 bis 18 Uhr sowie samstags von 12 bis 15 Uhr.