Das Evangelische Bildungswerk Oberfranken-Mitte und die evangelische Kirchengemeinde Thurnau bieten am Donnerstag, 6. Oktober, um 19.30 Uhr den Vortrag „Ich sterbe wann und wie ich will?“ im „Lichtblick“, Hutschdorfer Straße 2 in Thurnau , an. Die Teilnahme ist auch digital möglich über den Link ebw-oberfranken-mitte.de/programm. Das teilt das Bildungswerk mit. Schwerpunkte an diesem Abend werden sein: Sterbehilfe ist in Deutschland ein ethisch stark umstrittenes Thema. Juristen unterscheiden zwischen assistiertem Suizid sowie aktiver, passiver und indirekter Sterbehilfe. Doch was bedeutet das – und was ist erlaubt und was strafbar? 2015 wurde die „geschäftsmäßige Sterbehilfe“ verboten. Dagegen hatten Betroffene, Sterbehilfe-Vereine und Ärzte geklagt.

Im Februar 2020 erklärte das Bundesverfassungsgericht das Verbot, die Selbsttötung „geschäftsmäßig zu fördern“ für verfassungswidrig und hob ein entsprechendes Strafgesetz auf. Seitdem ist die Rechtslage in Sachen geschäftsmäßiger Suizidbeihilfe nicht klar geregelt.

Der Abend soll helfen, in der Auseinandersetzung mit dem kontroversen Thema sachlich zu argumentieren und die eigene Position zu festigen oder Fragen zu klären.

Referent ist Ronny Weigand, leitender Mitarbeiter im Krankenhaus Sachsenhausen / Frankfurt. Als Krankenpfleger absolvierte der Referent eine theologische Ausbildung und mehrere Weiterbildungen zum Lehrer für Pflegeberufe und Ethikberater im Gesundheitswesen. red