Mit den Worten „ein klasse Treffen“ titelt recht geheimnisvoll das nächste Sofagespräch am Sonntag, 28. August, in der Alten Schule in Stadtsteinach . Dazu hat Wolfgang Martin neben einem „Überraschungsgast“ auch Professor Horst Simon eingeladen. Er gilt als international anerkannter Experte für Computerwissenschaften und angewandte Mathematik.

Simon ist in Stadtsteinach geboren und aufgewachsen, studierte nach dem Abitur 1972 am Kulmbacher Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasium Mathematik an der TU in Berlin. Dann übersiedelte er in die USA, um dort an der Universität von Californien weiter zu studieren.

Nach verschiedenen beruflichen Stationen ist er jetzt unter anderem stellvertretender Direktor des Lawrence Berkeley National Laboratory. Unter seiner Leitung wurden wichtige Entdeckungen für die Forschung in Bereichen der globalen Klimamodellierung bis zur Astrophysik ermöglicht. Er trug außerdem dazu bei, das Berkeley Lab als weltweit führenden Anbieter von Supercomputing-Ressourcen zur Unterstützung der Forschung in einem breiten Spektrum wissenschaftlicher Disziplinen zu etablieren.

Seine Algorithmenforschung wurde 1988 und 2009 mit dem Gordon Bell Prize ausgezeichnet. Simon war zudem Mitglied des Nasa-Teams, das Parallel-Benchmarks entwickelte. Bei den Sofagesprächen im Frankenwaldtheater geht es um Persönlichkeiten und Fragestellungen der Gegenwart. Am Sonntag wird deshalb eher nicht das „Lanczos-Verfahren als iterativer Algorithmus zur Bestimmung einiger Eigenwerte und eventuell zugehöriger Eigenvektoren einer Matrix sowie als iterativer Algorithmus zur approximativen Lösung eines linearen Gleichungssystems“ Thema sein, mit dem sich Simon in seiner Dissertation beschäftigte, sondern, wie ein Stanicher in die Neue Welt aufbrach.

Die Veranstaltung der Kulturinitiative „Die Wüste lebt“ und des Frankenwaldtheaters beginnt um 16 Uhr.

Anmeldung unter der Telefonnummer 09225/95333 oder per E-Mail an diewuestelebt@t-online.de. red