Das gab es in der Geschichte der Feuerwehr Neuenmarkt auch noch nicht, dass Kommandant Harald Fischer in Vertretung der beiden erkrankten Vorsitzenden Dieter Eschenbacher und Benedikt Lehmann die Jahreshauptversammlung des Feuerwehrvereins leiten musste. Fischer stellte fest, dass das vergangene Jahr turbulent und ereignisreich verlief und durch vielfältige Aktivitäten und Aktionen geprägt war. Das Angerfest konnte erstmals wieder in Verbindung mit dem 150-jährigen Jubiläum der Wehr und einer Großübung mit allen Ortswehren mit gebührendem Erfolg gefeiert werden.

In Verbindung mit der Feuerwehraktionswoche wurden zum Wochenabschluss eine „Nacht der Feuerwehr“ und ein „Tag der offenen Tür“ veranstaltet. Auch gab es gegenseitige Besuche mit der Partnerfeuerwehr Grünhain. Kommandant Harald Fischer kündigte für den 18. Februar nach langer Pause wieder einen Kappenabend im Schulungsraum des Feuerwehrgerätehauses an.

Als Kommandant berichtete Harald Fischer von 37 Einsätzen im letzten Jahr, dabei wurden insgesamt 506 Stunden Hilfe geleistet. Fischer sprach die besondere Bedeutung der Kameradschaft in der Feuerwehrtruppe an und bedauerte, dass es aus beruflichem und alltäglichem Stress kaum mehr möglich ist, die Pflege der Kameradschaft aufrechtzuerhalten und dadurch der Feuerwehr der Verlust eines wesentlichen Aspektes ihrer Tradition und Organisation droht. Die Feuerwehr verfügt derzeit über 36 aktive Dienstleistende.

Nachwuchs leistet gute Arbeit

Kommandant Harald Fischer ging auch auf die monatlichen Übungen ein, und dazu gehörten auch die Übungen mit dem Verkehrssicherungsanhänger. Neu aufgenommen in die Wehr wurden vom Kommandanten per Handschlag Bastian Pietsch und Sebastian Reichenberger.

Atemschutzleiter Michael Nüssel ging auf die Einsätze, Schulungen und Übungen des Atemschutztrupps ein, der gegenwärtig aus zwölf Geräteträgern (zwei Frauen und zehn Männern) besteht.

Mit Begeisterung wurden die Berichte von der Jugend- und Kinderfeuerwehr aufgenommen. Kathrin Fischer betreut als Jugendbeauftragte gegenwärtig drei Mädchen und sechs Jungen. Zum Jugendleistungsmarsch konnten zwei Gruppen gestellt werden, davon eine gemeinsam mit der FFW Wirsberg. Dabei errang die 1. Gruppe einen guten 10. Platz, die 2. Gruppe konnte sich im Mittelfeld platzieren.

In seinem Grußwort würdigte Bürgermeister Alexander Wunderlich die ehrenamtliche Arbeit bei den Einsätzen mit großer Hochachtung. Werner Reißaus