Mit frischem Schwung hat der Foto-Amateurclub Mainleus/ Kulmbach die Sommermonate gestaltet. So wurde das Vereinsgeschehen nach der langen Corona-Zeit reaktiviert. Einer der Glanzpunkte war eine zweitägige Fototour in die Rhön. Sie hatten stellvertretender Vorsitzender Heinz Tschanz-Hofmann und dessen Frau Ulrike organisiert.

Die 15-köpfige Truppe bezog Quartier in einem Ortsteil von Tann. Von dort aus unternahm sie Exkursionen in die reizvolle Landschaft des Mittelgebirges. So erklommen die Foto-Freunde den teils sehr steilen Anstieg auf den 835 Meter hohen Berg der Milseburg. Am Wegesrand boten sich zahlreiche Motive, die die Natur geschaffen hatte. Dazu zählten alte, knorrige und von der Witterung geformte Bäume ebenso wie große Granitblöcke, die pittoresk von Moos überzogen waren.

Am Gipfel legten die Oberfranken eine Rast ein und genossen die grandiose Aussicht über die Landschaft . Reizvoll auch die Gangolf-Kapelle. Höhepunkt der Tour allerdings war ein nächtlicher Einsatz auf der Wasserkuppe . Der höchste Berg Hessens ist die Heimstatt vieler Segelflieger und der Ursprungsort des Flusses Fulda. Doch deshalb wählten die Gäste nicht diese Location: Sie bauten zu nächtlicher Stunde ihre Stative auf, um die Milchstraße zu fotografieren. Gegen 22 Uhr zeigte sich das galaktische Zentrum in seiner ganzen Schönheit, die Kamera-Verschlüsse klickten ohne Unterlass.

Zudem hatte man genügend Gelegenheit zum Light-Painting: Eine alte Radarstation bildete hierfür die passende Kulisse. Sie wurde in verschiedenen Farben angeleuchtet, wodurch sich eine reizvolle Szenerie ergab. Nach einer kurzen Nacht machte sich die Truppe auf nach Fladungen. Im dortigen Freilicht-Museum tauchten die Besucher ein in den Charme längst vergangener Zeiten: Auf dem Areal sind historische, jahrhundertealte bäuerliche Anwesen aufgebaut.