36 Frauen und Männer machten sich auf den 76 Kilometer langen geschichtsträchtigen Wallfahrtsweg von Eger nach Marienweiher. Während zweier schwerer Belagerungen hatte die Bürgerschaft von Eger einst gelobt, bei gutem Ausgang alljährlich nach Marienweiher zu wallen. Erstmals urkundlich erwähnt kamen die „Herren Egerer“ am 5. Juni 1745 an die Gnadenstätte und brachten zahlreiche wertvolle Opfergaben, darunter einen kostbaren Kelch, mit.

Mit dem Bau der Grenzbefestigung nach dem Zweiten Weltkrieg wurde diese Tradition unterbrochen und erst vor einigen Jahren wieder neu belebt.

In Zusammenarbeit mit der Leiterin des Pilgerbüros, Hannelore Klier, organisierte Robert Thern die drei Wallfahrtstage. In den frühen Morgenstunden starteten die Wallfahrer in Eger zum ersten Tagesziel in Höchstädt im Fichtelgebirge. Am zweiten Tag ging es dann singend und betend über Röslau und Weißenstadt nach Zell, wo im Gasthof „Zum Waldstein“ und in der dortigen Jugendherberge Quartier bezogen wurde. Der Wettergott war den Wanderern gnädig, und so konnte auch das letzte Teilstück über Stammbach nach Marienweiher bei strahlendem Sonnenschein zurückgelegt werden.

In Marienweiher hieß der neue Wallfahrtsseelorger Pater Benedikt alle Teilnehmer aus Ost und West herzlich willkommen. Er dankte ihnen dafür, dass sie mit ihrer Gemeinschaftswallfahrt öffentlich ein Bekenntnis für den dreifaltigen Gott abgelegt haben. Das Wallfahrtsamt zelebrierten der ehemalige Bischof von Pilsen, Frantizek Radkovsky, und Pfarrer Richard Pollak aus Eger in Tschechisch und Deutsch.

Hannelore Klier bedankte sich bei Robert Thern für die Organisation, bei Thomas Beck für das Fahren des Begleitautos und bei Johannes Klier, der mit seiner Feuerwehr die Wallfahrtsgruppe absicherte. op