Der (nicht vorhandene) Vorhang der Trebgaster Naturbühne ist gefallen. Mit der allerletzten Aufführung des Kinderstücks „Aladin“ am Samstagnachmittag endete die Saison.

Nach zwei Jahren Corona-Pause konnte in diesem Jahr endlich wieder gespielt werden. Das feierten die Aktiven am Abend auf dem Wehlitzer Berg noch einmal am warmen Büffet. Nach einer ganz kurzen Pause werden sie sich gleich wieder in die neue Saison 2023 stürzen.

31.000 Besucher

Mit 31.000 Besuchern in drei Monaten bei 70 eigenen Aufführungen plus 18 Gastspielen sei die diesjährige Saison durchaus erfolgreich gewesen, umriss Geschäftsführerin Anja Dechant-Sundby die Statistik für dieses Jahr. Mit fast 12.000 Besuchern sei das Kinderstück 2022 der Renner im Programmangebot gewesen.

Dass nicht immer alles glatt lief, verhehlte Dechant-Sunby nicht; wegen zu vieler coronabedingter Ausfälle mussten sogar zwei eigene Vorstellungen abgesagt werden. „Doch mit Zusammenhalt und Vertrauen konnten wir alle Hürden meistern“, stellte sie fest. Weitere Absagen von Vorstellungen konnten vermieden werden, weil mehrere Darsteller kurzfristig für erkrankte Kollegen einsprangen – nach dem Motto „Die Naturbühne sind wir alle“.

In diesem Sinn dankte auch Siegfried Küspert als Initiator der Naturbühne und Vorsitzender des Theatervereins allen Aktiven auf und hinter der Bühne für deren Engagement. Er verband dies mit dem Hinweis, dass sich die neue Organisationsstruktur bewährt habe. „Es geht mit der GmbH weiter“, blickte er in die nächsten Jahre voraus, in denen Theater auf dem Wehlitzer Berg mit einem Neubau bald ganzjährig möglich sein wird, womit die Vorstellungen in der Freiluftsaison auf der Naturbühne noch ergänzt werden sollen.

„Eine gute Zukunft und hohes Niveau“ sah auch Landrat Klaus Peter Söllner für das „kulturelle Juwel im Landkreis Kulmbach“ gewährleistet und sicherte als Protektor der Naturbühne die weitere Unterstützung des Landkreises für sein „kulturelles Aushängeschild“ zu.

Bereits im Herbst geht es an die Vorbereitung der kommenden Saison, kündigte Anja Dechant-Sundby an und animierte die bisherigen wie auch künftigen Amateurschauspieler, die Aus- und Weiterbildungsangebote zu nutzen. Sprech- und Aussprachekurse für Erwachsene, Kinder und Jugendliche werden stattfinden, aber auch Lehrgänge für Schminken und Kostüme, für Kulissenbau und die akustische Technik, kündigte sie an.

Gastspiele geplant

Im Programm 2023 sind fünf Stücke vorgesehen. Ausgebaut werden soll auch die Zusammenarbeit mit den bereits vorhandenen Bühnen in der Region. Auch wird das Konzept „Naturbühne unterwegs“ weiterverfolgt, nachdem der erste Versuch eines Gastspiels außerhalb Trebgasts mit drei Vorstellungen des Stücks „Judas“ in der Stadtsteinacher evangelischen Kirche auf Anhieb eingeschlagen habe, kündigte Anja Dechant-Sundby an. Geplant seien Vorstellungen im „Baumann“ in Kulmbach und im Stadtsteinacher Frankenwaldtheater.