Die zwölfjährige Coburgerin Lena Kuhrau gehörte 2018 dem Team des Gymnasium Tittmoning III an und startete in der Regionalliga Süd. Am Ende der Saison war sie punktbeste Turnerin der Mannschaft.

Am Jahresende wurde sie dafür belohnt, denn aufgrund von extrem vielen Ausfällen im Team Tittmoning I und II wurde das große Talent aus der Vestestadt als zuverlässigste Wettkampfturnerin der dritten Mannschaft zum Finale der 1.Bundesliga in die erste Mannschaft berufen und kam auch direkt an allen vier olympischen Geräten zum Einsatz.

So standen Lena Kuhrau und ihre Trainerin Kerstin Stammberger also im Dezember plötzlich zwischen all den großen Turnerinnen und Trainern der führenden Bundesligavereine, sowie der Nationalmannschaft in der imposanten Wettkampfarena in Ludwigsburg.

Enorm starke Konkurrenz

;

Zu einem offiziell angesetzten Training trafen sich die vier qualifizierten Mannschaften bereits am Freitag in der MHP-Arena, der Wettkampf war für Samstag angesetzt. Neben dem TSV Tittmoning turnten die Mädchen aus Karlsruhe, das Team der Deutschen Sporthochschule Köln und der favorisierte MTV Stuttgart um den Deutschen Meistertitel.

Die Stimmung und Kulisse waren fantastisch und Kuhrau durfte den Wettkampf als erste Starterin am Sprung eröffnen. Ihren gebückten Tzukahara stellte sie souverän auf die Füße und ging danach mit einem guten Gefühl an die weiteren Geräte. Am Stufenbarren zeigte sie sich kämpferisch und zog die für sie anspruchsvolle Kür optimal durch.

Am Schwebebalken musste die ehrgeizige Coburgerin einmal das Gerät verlassen, turnte insgesamt aber eine gute Übung und zeigte als jüngste Turnerin des Wettkampfes zum Abschluss noch eine gute Bodenübung mit schöner Choreografie und schwierigen akrobatischen Elementen.

Viele akrobatischen Elemente

;

Mit einem Resultat von über 40 Punkten gelang ein toller Wettkampf den Lena Kuhrau noch lange in Erinnerung behalten wird. Gemeinsam mit Turnerinnen wie Elisabeth Seitz und Kim Bui steht man nicht jeden Tag am Stufenbarren.

Ihre Trainerin war voll des Lobes: "Bei diesem Rummel - die Halle war voll, der Spott nur auf die einzelne Turnerin gerichtet, Sportdeutschland.tv hat live übertragen - muss man auch erstmal so dermaßen cool die Nerven behalten - Respekt!"

Nach dieser ungeplanten Wettkampf-Verlängerung der Saison geht es in der wettkampffreien Zeit darum, neue Elemente zu erarbeiten und den Schwierigkeitswert der Übungen aufzustocken. ks