Johannes Michel

Zwei Franken, eine Westfälin, ein Niedersachse: Atze Bauer, Jörg Kaiser, Jacqueline Feldmann, Hennig Schmidtke. Und mittendrin Gastgeber Jens Witthüser. Erneut hatte sich die Stadthalle Eltmann bei der dritten "Witthüser & Dr. Schwarz- Lachnacht" prall gefüllt. Die Veranstaltung der Eltmanner Steuer-Kanzlei hat sich zu einer echten Tradition etabliert. Und das sehen auch die Künstler so, allen voran der "fränkische Liederchaot" Atze Bauer, der durch den fast drei Stunden dauernden Abend führte.
Die Bühne betrat zuerst Jörg Kaiser aus Nürnberg, der tiefsinnige Betrachtungen über die Franken anstellte. "Wir Franken sind zu negativ", meinte er - und kündigte eine "sprachliche Umorientierung" an. Warum lehnten sich die Franken nicht einfach an die Sprache aus den Urlaubskatalogen an?, fragte er. Immer positiv müsse das Motto sein. "A mal was anners" wäre die passende Wendung. Statt nicht schlecht: taugt nichts, gefällt mir nicht. Natürlich hatte Kaiser auch einige Spitzen gegen die benachbarten Oberpfälzer und Bayern zu bieten.
Jacqueline Feldmann nahm sich dann zunächst aufgrund ihres Vornamens aufs Korn, zumal - kein Witz - ihr Freund auch noch Kevin heißt. Ihre Themen waren eher die der jungen Generation, was eine wirklich frische und freche Bereicherung für die Lachnacht war.


"Schöne Musik" statt Casting

Und dann kam Henning Schmidtke, für den extra ein Flügel auf der Bühne aufgestellt worden war. "Schöne Musik" gebe es heute im Fernsehen nicht mehr, "Casting" sei das Zauberwort, Musik also, zu der immer noch jemand seinen Senf dazugeben müsse. Hätten die erfolgreichsten deutschen Musiker wie Westernhagen, Grönemeyer oder Lindenberg durch Castings gemusst, wäre das wohl nichts geworden. Schmidtke streute auch einige Beispiele ein, warum. Ein weiteres Thema, das die Lachmuskeln des Publikums strapazierte, waren "brutale Kinderlieder": Etwa "Hoppe hoppe Reiter" - mit dem Reiter, der in den Graben fällt und von den Raben gefressen wird.
Während der Pause und nach der Veranstaltung wurden Lachnacht-T-Shirts verkauft. Der Erlös kommt der Kinderkrebsstation in Würzburg zugute. Dahin, so Jens Witthüser, flossen auch 1000 Euro, die beim Weihnachtskonzert in der Stadtpfarrkirche am 28. Dezember gesammelt wurden. Die Eltmanner Kanzlei hatte damals zu einem Konzert mit dem Vokalensemble "StimmGold" eingeladen.