Lediglich 17 Minuten dauerte die öffentliche Stadtratssitzung am Dienstag, und alle Beschlüsse fielen einstimmig: So wird die Stadt während der Sommerferien wieder Ferienjobs für Jugendliche ab 16 Jahren im Bauhof und bei der kommunalen Jugendpflege anbieten. Bezahlt wird der Mindestlohn; der Bedarf liege erfahrungsgemäß bei zwei Jugendlichen pro Woche im Bauhof und drei in der Jugendarbeit, sagte Geschäftsleiter Bernd Vogt.

Keine Einwände gab es gegen die beiden dem Stadtrat vorgelegten Bauanträge. Uwe Siegel aus Hattersdorf, selbst Stadtratsmitglied (Freie Wähler), darf wie gewünscht seinen Zuchtsauen-/Abferkelstall in einen Hofladen umbauen. Vorgesehen ist dort auch ein Raum für "Eierlogistik", also das Sortieren und Verpacken von Eiern.

13, 24 oder 52 Grad?

Das Baugesuch von Antje Schaarschmidt (Burglengenfeld) für ein Wohnhaus im Lindachsteig-Nord weicht bei Dachneigung und Dachform vom Bebauungsplan ab. "Warum machen wir überhaupt Bebauungspläne, wenn wir dann immer Abweichungen genehmigen?", fragte Dritte Bürgermeisterin Renate Schubart-Eisenhardt (CSU).

Im Baugebiet Lindachsteig-Nord sind zum Beispiel Flachdächer bis 13 Grad Dachneigung oder steile Dächer zwischen 32 und 52 Grad Dachneigung erlaubt. Beim vorgelegten Bauantrag sind 24 Grad Dachneigung geplant. Es sei zu überlegen, ob derart viele Details festgelegt werden sollten, räumte Geschäftsleiter Vogt ein. Derartige Vorgaben würden auch nicht zum Programm vieler Fertighaushersteller passen. Renate Schubert-Eisenhardt schlug vor, künftig nur noch Maximalhöhen für die Gebäude festzulegen.

Rodachtaler Mitfahrbänke

Seßlach hat eine Mitfahrbank, weiß aber noch nicht, wohin damit. Die Initiative Rodachtal wolle versuchen, ein gemeinsames Konzept für diese Bänke zu entwickeln, sagte Bürgermeister Maximilian Neeb (Freie Wähler). "Nur aufstellen reicht nicht", bestätigte Carsten Höllen. "Das steht und fällt mit dem Konzept und der Werbung."

Voraussichtlich in der Juni-Sitzung will sich der Stadtrat mit dem Thema nachstationäre Versorgung befassen. Dafür soll der Seniorenbeauftragte des Landkreises, Wolfgang Hasselkus, zur Sitzung eingeladen werden, kündigte Neeb an. Ein Vorgespräch habe bereits stattgefunden.