Die Gemeinde Knetzgau hat künftig einen verkaufsoffenen Sonntag weniger. Das beschloss der Gemeinderat in seiner Sitzung am Montagabend. Verkaufsoffene Sonntage gibt es nur in Zusammenhang mit Festen, die jedes Jahr an einem Sonntag stattfinden. Dies waren in Knetzgau bisher zwei: Am Kirchweihsonntag im August für den gesamten Gemeindebereich sowie im Ortsteil Hainert zum dortigen Frühlingsfest, das üblicherweise im April stattfand.


Fühlingsfest fiel aus

In diesem Jahr fiel das Frühlingsfest der Hainerter Handwerker allerdings aus. Die Veranstalter teilten der Gemeinde mit, dass das Fest auch in den kommenden Jahren nicht mehr stattfinden werde.
Daher beschloss der Gemeinderat eine Satzungsänderung, wonach künftig nur noch ein verkaufsoffener Sonntag geplant ist, nämlich am Knetzgauer Kirchweihwochenende.
Auch die Vorbesprechung des Haushaltsplans für das Jahr 2016 stand am Montag auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung. Eine Entscheidung ist erst für einen späteren Zeitpunkt vorgesehen, doch wie üblich informierte Marco Depner von der Finanzverwaltung schon im Voraus über die Pläne.


Hohe Kosten für Schulsanierung

Bereits jetzt ist klar, dass es sich um den bisher weitaus größten Haushalt der Gemeinde Knetzgau handelt. Grund dafür sind vor allem die hohen Kosten für die Sanierung der Dreiberg-Schule, die in diesem Jahr allein acht Millionen Euro verschlingt. Betrug der Gesamthaushalt im Jahr 2015 noch rund 18,4 Millionen Euro, wird er 2016 auf rund 23,7 Millionen ansteigen.


Kommt Steuererhöhung?

Kämmerer Marco Depner wies darauf hin, dass dies wohl nicht ohne Konsequenzen für die Bevölkerung bleiben werde. So müsse sich der Gemeinderat beispielsweise auch Gedanken über Steuererhöhungen machen.