Mit der Schlagerpartie des Zweiten SV Schwaig gegen den Spitzenreiter VC Eltmann hat der erste Spieltag der 2. Volleyball-Liga Süd nach dem Jahreswechsel gleich einen Höhepunkt parat. In der "Gelben Hölle" - so nennen die Schwaiger selbst ihre Halle - sind sie am Samstag, 7. Januar (19.30 Uhr) richtig "heiß", den Eltmannern das Leben schwer zu machen.
Kurz vor dem Weihnachtsfest gewannen die Oshino Volleys das Rückspiel gegen Mainz-Gonsenheim klar mit 3:0, liegen in der Tabelle mit sechs Punkten (und einem Spiel weniger) vor dem hartnäckigsten Verfolger Schwaig. Nach dem Kampf in Mainz, der im Tiebreak die erste Saisonniederlage für Milan Maric und sein Team mit sich brachte, war das Heimspiel Anfang Dezember gegen Schwaig ein "Ritt auf der Rasierklinge". Der Tiebreak brachte zwar den glücklichen Erfolg für Eltmann, doch ein anderer Spielausgang war auch möglich.
Das Match hatte seine Tücken, denn der vorherige Trainer der Eltmanner, Josef Janosik schwingt jetzt das Zepter in Schwaig. Da er fast alle Spieler der Oshino Volleys bestens kennt und mit spielstarken polnischen Akteuren sein Team aufgerüstet hat, setzt er auf seinen Block und vor allem die Außenangreifer. Oshino-Youngster Timo Schippmann und der hochmotivierte Routinier Heriberto Quero dürften die unkalkulierbaren Größen für den Schwaiger Coach und sein Team sein.
Milan Maric hatte am gestrigen Donnerstag die Gelegenheit, seine Spieler auf ihren Fitnesszustand nach dem Jahreswechsel zu überprüfen, denn mit dem VC Gotha trat der VCE gegen die stärkste Männermannschaft Thüringens zu einem Test an, der erst nach Redaktionsschluss beendet war.
Ganz ohne Spielpraxis laufen die Eltmanner also morgen nicht auf. Wichtig wird auch in Schwaig sein, dass der Fanclub "Red Barons" die Mannschaft in der "Gelben Hölle" nach vorne treiben kann. Dazu wurde ein Fanbus gechartert. Manager und Vorstandsmitglied Rolf Werner hat gerade eine hartnäckige Erkältung überstanden und hofft, dass die Leistung der Eltmanner so viel Wärme ausstrahlt, dass es die letzten Viren aus dem Körper treibt.


Gegen Spitzenteams stark

Natürlich ist auch Coach Milan Maric die hohe Brisanz des Frankenderbys bewusst, er kennt die tragenden Akteure der "Gelb-Blauen", Kapitän Tafelmeier, Yannik Klement, Perica Stanic und den sehr agilen Zuspieler Laurentio Vinaturo. Besonders gegen Spitzenmannschaften laufen die Schwaiger oft zu großer Form auf.
Die Konstellation zeigt einerseits, dass Jozef Janosik und seine Schwaiger bisweilen verwundbar sind, aber auch, dass sie Katastrophen schnell verarbeiten können.
Darauf, einen kühlen Kopf zu behalten, wird es für die Eltmanner bei aller Leidenschaft ankommen. Beide Teams wissen, dass die Begegnung eine wichtige Weichenstellung im Kampf um die Meisterschaft sein kann. Denn wenn die Oshino Volleys als Sieger vom Platz gehen, werden sich alle anderen Mannschaft sehr schwer tun, die dann entstandene Lücke noch zu schließen. rom