von unserem Redaktionsmitglied 
Alexander Hartmann

Kulmbach — Spaghetti kochen und mit einer Bolognese-Soße servieren - okay, das haben die meisten schon mal gemacht. Aber Krautwickel und mit Hackfleisch gefüllte Paprika? Da betreten doch alle Jungs und Mädels Neuland, die sich in der Schulküche des Museumspädagogischen Zentrums (Mupäz) treffen: zum Probekochen, der Einstimmung auf das große Kochduell der Schulen, das am 25. März über die Bühne geht und das von der Akademie für Ernährung, dem Mupäz und der Bayerischen Rundschau gemeinsam ausgerichtet wird.
",Kochduell': Das hat sich interessant angehört" sagt Isabella Seitter (13), die mit dem Team des Caspar-Vischer-Gymnasiums am Herd steht. Dass man den Krautkopf im Wasser mit einem Spießer drehen muss, damit sich die Blätter einzeln ablösen, das hat sie nicht gewusst. Auch für Milena Keil ist das ganz neu: "Mit Kohl hatte ich in der Küche ja noch nichts zu tun", erklärt die 14-Jährige, die mit der Mainleuser Mittelschule zur Küchenschlacht antreten wird.
Ob die Förderschule ein Team stellen wird, steht noch nicht fest. Mit von der Partie wird aber auf jeden Fall das Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasium sein, bei dem auch junge Männer zum Kochlöffel greifen. Beispielsweise Vincent Rauh (14), der sich zuhause Toast mit gebackenem Bacon schon mal selbst zubereitet, sich beim Probekochen im Mupäz jetzt aber erstmals an mit Hackfleisch gefüllter Paprika versucht.
Natürlich ist es ein Verdienst von Koch-Coach Marcus Schulz, dass das, was später auf dem Teller landet, auch allen mundet. Schulz steht normalerweise in der Küche der "Zunftstube", zeigt diesmal aber den Nachwuchsköchen, was man aus den Zutaten Kohl, Paprika, Karotten, Kartoffeln und Hackfleisch Feines zubereiten kann.
Welche Zutaten beim richtigen Kochduell zur Verfügung stehen werden, ist noch nicht bekannt. "Auf jeden Fall saisonales Gemüse", verrät Mupäz-Mitarbeiterin Uschi Prawitz. Damit sich die Schüler auf den großen Tag vorbereiten können, wird ihnen der Inhalt des Warenkorbs schon vor dem 25. März mitgeteilt. Prawitz: "Damit sie sich schon mal Rezepte heraussuchen und untereinander abstimmen können, wer für was zuständig ist."
Zweieinhalb Stunden haben die Teams da Zeit, um ein dreigängiges Menü für zehn Personen zuzubereiten, das von einer Jury getestet und bewertet wird. Doch nicht allein auf den Geschmack wird es ankommen. Uschi Prawitz: "Das Gericht kann noch so gut sein. Ihr werdet es schwer haben, zu gewinnen, wenn die Speisen nicht dekorativ angerichtet werden."