32 Studenten aus Italien, dem Iran, Pakistan, Ägypten, Hongkong, Südkorea, Taiwan, Indien, den USA, Brasilien, Panama, der Türkei, Serbien und Deutschland werden vom kommenden Sonntag bis zum 29. April Kronach in ein neues Licht setzen.
Begonnen haben die internationalen Workshops 2012 mit sieben Studierenden. Bereits 2013 stieg die Nachfrage und das Interesse der Hochschulen. Die Workshopleiter kommen aus ganz Europa. Der Ideengeber, "Vater" und Organisator der Workshops, Klaus Metzler, wollte Studierenden aus dem Bereich Architektur, Lichtdesign und Design die Möglichkeit geben, ihre theoretisch erworbenen Kenntnisse in einem anspruchsvollen, architektonisch mittelalterlich geprägtem Umfeld in die Praxis umzusetzen.
Von der theoretischen Entwicklung zum realen Lichtobjekt in nur sechs Tagen - diese Kombination aus Erarbeitung eines eigenen Konzepts und die daran geknüpfte Umsetzung ist einmalig. Der Workshop startet sonntags und dann heißt es, in weniger als zwei Tagen ein Konzept aus dem theoretischen Wissen für die Gebäude und den umliegenden Platz zu erarbeiten. In den folgenden Nächten bis zum Beginn des Events gilt es, dieses zu realisieren. An der Hochschule Wismar ist der Workshop in Kronach mittlerweile fester Bestandteil des Semesters.


5000 Meter Kabel

Thomas Römhild von der Hochschule Wismar hat seit 2013 die Gesamtleitung der Kronacher Workshops übernommen. Die Hochschule Coburg beteiligt sich seit Beginn und illuminiert 2016 einen eigenen Workshop-Bereich: die Adolf- Kolping- Straße mit der umgebenden Haßlach. Die Studierenden sind aus organisatorischen Gründen bereits mit dem Aufbau beschäftigt.
Herausforderungen dieser Wochen sind zum Beispiel die schweren Strahler, die Arbeit in sechs Meter Höhe oder der mangelnde Schlaf. Nicht selten müssen die Studierenden beim Ausleuchten erfahren, dass sich nicht jede Lichtidee verwirklichen lässt. 2016 stehen 5000 Meter Kabel und knapp 1000 Leuchten zur Verfügung. Was aus dem Material geworden ist, können Besucher vom 29. April bis 8. Mai sehen. red