Am Sonntag wurde die Rettungshundestaffel des ASB Kreisverbandes Kronach zu einer Vermisstensuche nach Coburg gerufen. Seit dem Vorabend war eine 86-jährige Frau, die in einem Seniorenheim lebt, vermisst worden. Schließlich entschied sich die Polizei die Rettungshunde der Region mit in die Suche einzubinden.
Neben Teams aus Neustadt und Coburg wurde auch die Rettungshundestaffel vom ASB Kronach, die nach eigenen Angaben derzeit die leistungsstärkste in ganz Oberfranken ist, alarmiert.
Die vermisste Frau konnte nach nur zehn Minuten von Rettungshund Taiga (Mantrailer) im eingezäunten Gelände einer Kindertagesstätte im hohen Gras liegend ausfindig gemacht werden. Nachdem Nena Freund zusammen mit Helfer Philip Herr die Erstversorgung vorgenommen hatte, konnte die glücklicherweise nur leicht verletzte Frau an den Rettungsdienst übergeben werden. Aufgrund des unwegsamen Geländes gestaltete sich eine Bergung der Dame schwierig. Die Coburger Feuerwehr musste alarmiert werden und schnitt, zur Erleichterung der Bergung, ein Zaunelement aus dem Zaun der Kindertagesstätte. Auf diesem Wege konnte die 86-Jährige schonend abtransportiert und ins Klinikum gebracht werden.
Das Kronacher Team unter der Pfotenführung von Timo Griebel besteht seit knapp drei Jahren. Die Rettungshunde des ASB Kreisverband Kronach teilen sich in sogenannte Mantrailer und Flächensuchhunde auf. Die nötige Prüfung und Prüfungsordnung ist der der Polizeidiensthunde angeglichen.
Benjamin Baier, Leiter der Einsatzdienste im ASB Kreisverband Kronach, teilte stolz mit, dass dieser Einsatzerfolg der nötige Schub an Motivation sei, auch weiterhin routiniert und regelmäßig zu trainieren. Schließlich finden jedes Wochenende Ausbildungseinheiten statt. Rettungshund Taiga durfte sich im übrigen auf ein großes Eis aus den Händen des Staffelleiters freuen. red