Karl-Heinz Hofmann

Bürgermeister Stefan Heinlein stellte bei einer Sitzung die beiden seit kurzer Zeit an der Grund- und Mittelschule Pressig angestellten Jugendsozialarbeiterinnen vor. Er informierte dazu, dass an der Mittelschule Pressig die Jugendsozialarbeit schon seit Jahren eine etablierte Einrichtung unter Trägerschaft des Caritasverbandes für den Landkreis Kronach ist. Nun kam unter gleicher Trägerschaft eine weitere Stellenbesetzung der Jugendsozialarbeit an der Grundschule Pressig /Rothenkirchen hinzu.

Die Regierung von Oberfranken ist für die Bewilligung zuständig, für die Finanzierung zeichnen den Freistaat Bayern mit Haushaltsmitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales, der Landkreis Kronach, die Marktgemeinde und der Caritasverband für den Landkreis Kronach verantwortlich.

Die Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS) richtet sich an junge Menschen, die zum Ausgleich sozialer Benachteiligungen oder zur Überwindung individueller Beeinträchtigungen in erhöhtem Maße auf Unterstützung angewiesen sind. Landrat Klaus Löffler und Jugendamtsleiter Stefan Schramm halten die Aufgabe der JaS für sehr wichtig. Mit verschiedenen Maßnahmen sollen die pandemiebedingten Belastungen und Beeinträchtigungen im Bereich des sozialen Lernens und in der Kompetenzentwicklung aufgefangen werden. Gleichzeitig dienen die Maßnahmen der Evaluation eines möglicherweise bestehenden längerfristigen Bedarfs.

Die Zustimmung zum vorzeitigen Maßnahmebeginn wurde auch von der Regierung kurzfristig erteilt. Die Richtigkeit dieser Entscheidungen zeigt sich zusätzlich durch die Flüchtlingssituation aus der Ukraine. Dadurch werden weitere unvorhersehbare Aufgaben auf das Jugendamt sowie die Kindergärten und Schulen im Landkreis zukommen.

Aufgaben der JaS

Christina Zapf ist seit März an der Grundschule Pressig /Rothenkirchen für die Jahrgangsstufen eins bis vier als Jugendsozialarbeiterin tätig. Stefanie Kiendl ist seit 1. Dezember 2021 in der Jugendsozialarbeit an der Mittelschule Pressig für die Jahrgangsstufen fünf bis zehn engagiert und führt die schon seit Jahren bewährte JaS an der Mittelschule Pressig fort. Was sind ihre speziellen Aufgabengebiete?

Es geht darum, präsent zu sein und eine Vertrauensbeziehung aufzubauen. Die Jugendsozialarbeit an Schulen hat vor allem den Schwerpunkt in der Einzelfallhilfe. In Einzelgesprächen mit den jungen Menschen werden deren Probleme im Alltag, in der Familie, in der Schule oder auch im Übergang in die Ausbildung und in den Beruf besprochen und gemeinsam Lösungswege entwickelt.

Die JaS-Kräfte sind für die Schüler da, wenn sie jemanden zum Reden brauchen und sie das Gefühl haben, dass ihnen alles zu viel wird. Für Eltern besteht die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme mit den Fachkräften, wenn sie sich Sorgen um ihr Kind machen, zum Beispiel bei erzieherischen oder schulischen Problemen. Gerne können dann telefonische oder persönliche Beratungsgespräche vereinbart werden. Bei Bedarf begleiten und vermitteln die JaS-Fachkräfte zu anderen Einrichtungen.

Dekan Detlef Pötzl, Präses des Caritasverbandes , erklärte, die beiden Jugendsozialarbeiterinnen überzeugten durch ihre Motivation und durch ihr Engagement.