Landrat Klaus Löffler übergab im Hof des Forstbetriebs Rothenkirchen der Bayerischen Staatsforsten einen Konfiskatbehälter. Wie der Landrat betonte, handele es sich um eine symbolische Übergabe, da zugleich auch andere Standorte von Konfiskatbehältern für Schlachtabfälle von Wildtieren und Wildkadavern aus Verkehrswildunfällen angeschafft wurden.

Weitere Behältnisse für Konfiskate befinden sich in Ludwigstadt, Wilhelmsthal, Steinwiesen und für Kronach an der Abgabestelle in Neuses. Der Grund für diese Anschaffung sind Hygienegründe und beinhalten einen Wunsch der Jäger und des Veterinäramtes als Präventivmaßnahme gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP). Die Kosten beziffert Landrat Löffler auf rund 10 000 Euro.

Die Investition lohne sich, sie sei eine wichtige Unterstützung für Jäger, die somit den Aufbruch, aber auch die zu Tode gefahrenen Tiere fachgerecht und schnell in der Nähe ihres Jagdreviers entsorgen könnten, sagte der Landrat. Da in jeder Hegegemeinschaft ein Konfiskatbehälter stehe, sei dieser für Jäger auch auf kurzem Wege zu erreichen.

Entsorgung in Walsdorf

Die hier abgegebenen Tierabfälle würden in der Tierkörperbeseitigungsanlage Walsdorf entsorgt und hier zu Tiermehl verarbeitet. Die Entsorgungskosten trage der Landkreis. Die Betreuung und Organisation der Behälter liege jeweils bei den Hegegemeinschaften vor Ort.

Der Kreisrat und Leiter der Hegegemeinschaft Pressig, Reinhold Heinlein, dankte dem Landkreis für die Finanzierung der Behälter. Sein Dank galt auch Bernd Heinz vom Forstbetrieb Rothenkirchen , der sich um die Betreuung kümmert. Dass es eine gute Anschaffung gewesen sei, zeige wie gut der Konfiskatbehälter angenommen werde, denn mittlerweile werde er mindestens einmal wöchentlich geleert. Eckhard Joey Schneider vom Jägerverein dankte für die gute Lösung, die kurze Wege für die Jägerschaft bedeute. eh