Nach einem Festgottesdienst in der Friesener Pfarrkirche wurde eine Zeitkapsel geöffnet, die unter dem alten Kriegerdenkmal gefunden worden war. Die Spannung stieg, als man die Urkunde aus dem Jahr 1925 aus dem Behälter zog.

Damals beschloss die Gemeinde, ihren gefallenen Helden ein Denkmal zu setzen. Sie gründete dafür ein Komitee aus 14 Männern, die die Umsetzung in die Hand nehmen und die nötigen Mittel auftreiben sollten.

Denkmal errichtet

Diese Männer haben es tatsächlich geschafft. Sie sammelten genügend Geld, um das Denkmal Wirklichkeit werden zu lassen. Der Würzburger Bildhauer Carlo Müller und der Friesener Steinmetz Carl Burger waren die ausführenden Künstler. Eingeweiht worden ist es am 24. April 1926 unter reger Beteiligung der Dorfbevölkerung.

In der Zeitkapsel hat sich eine Urkunde befunden, in der der Verfasser noch einmal auf den Beginn und den Verlauf des Ersten Weltkriegs zurückblickte. Am Ende ist sie mit folgender Fußnote gekennzeichnet: „Die Urkunde gibt die politische Meinung der Bevölkerung um 1926 wieder. Sie entspricht nicht der aktuellen historischen Erforschung der damaligen Ereignisse.“