Am morgigen Sonntag, 26. September, feiert die katholische Kuratiegemeinde Nurn das Patronatsfest des heiligen Michael. Aus diesem Anlass findet um 10 Uhr der Festgottesdienst statt. Nach der Messe unterhält der örtliche Musikverein auf dem Vorplatz.

In der Einladung wird darauf hingewiesen, dass in der heiligen Schrift der Erzengel Michael als ein Engelsfürst benannt ist. Ein Engel sei immer ein Bote Gottes . Wie so oft – auch im Nurner Gotteshaus – wird Michael mit Schwert dargestellt, wie er mit Gottes Hilfe den Drachen, das Böse, bekämpft und dem Guten und der Gerechtigkeit zum Sieg verhilft.

Warum nun die Nurner den Erzengel Michael zu ihrem Schutzpatron auserwählt haben, darüber sind in der Kirchen- beziehungsweise Ortschronik zwei Versionen niedergeschrieben: Die eine Sage führt auf den Dreißigjährigen Krieg zurück, wo Nurn unter vielen Truppendurchzügen zu leiden hatte. Die Bereiche rechts und links der Talstraße sind von Schweden heimgesucht worden. Nurn ist von den wilden Horden verschont geblieben. In der Angst und Not nahm die Bevölkerung Zuflucht zum heiligen Michael, worauf der Ort in einen dichten schwadigen Nebel gehüllt worden sein soll. So zogen die Schweden angeblich an dem totenstillen Dorf vorbei.

Eine zweite Sage datiert um das Jahr 1650: Als die Bürger ihr Ortskirchlein gebaut hatten, standen sie davor und berieten, welchen Schutzpatron sie wählen sollten. Zur selben Zeit kam ein Reiter die nördliche Ortsstraße herein und hielt bei den Männern an. Er fragte sie, welche Sorgen sie hätten. Sie trugen dem Reiter ihr Anliegen vor, dieser sagte zu ihnen: „Nehmt den heiligen Erzengel Michael!“ Da in dieser Gegend ein Reiter etwas sehr Seltenes war, folgten sie seinem Ratschlag.

Das seinerzeitige Kirchlein in der Ortsmitte als auch das im Juli 1956 auf der Nurner Höhe entstandene, jetzige Gotteshaus wurden dem heiligen Michael geweiht – und dies hat noch heute Bestand. hf