Zur blonden Strubbelfrisur trägt er einen ärmellosen Hoodie, Cargo-Pants und Turnschuhe. Alles in allem ist der auszubildende Fachinformatiker ein ziemlich cooler Typ. Einer, der irgendwie glaubwürdig und authentisch wirkt.

Er gehört zu einer ganzen Gruppe von jungen Leuten, die jeweils für einen der insgesamt neun Ausbildungsberufe bei der Hans Weber Maschinenfabrik stehen. Nur: Der coole blonde Junge ist, ebenso wie seine Freunde, nicht real, sondern ein aufwendig gezeichneter Avatar. Gemeinsam stehen sie auf der Startseite der virtuellen Ausbildungsmesse „DAM!21“ auf der Homepage von Weber bereit und versprechen: Hier gibt’s viel Spannendes.

Eine virtuelle Ausbildungsmesse? Normalerweise wäre jetzt die Zeit, in der sich Unternehmen bei den klassischen Azubimessen in Oberfranken real vor Ort präsentieren. In Zeiten von Corona ist dies nicht möglich. Keine Messen. Keine Firmenbesuche. Doch die Unternehmen müssen etwas tun, denn aufgrund des demografischen Wandels und geburtenschwacher Jahrgänge hat der Wettbewerb um die besten Azubis drastisch zugenommen.

Andere Kommunikationswege

So mussten die Verantwortlichen bei Weber darüber nachdenken, wie sie junge Schulabgänger, das heißt Jugendliche im Alter zwischen 14 und 20 Jahren, erfolgreich von sich überzeugen können. „Wir haben uns überlegt: Wie ticken die Jugendlichen heute? Wie kommunizieren sie? Womit kann man ihre Aufmerksamkeit wecken?“, erläutert Ludwig Weber , Mitglied der Geschäftsführung bei dem Kronacher Familienunternehmen . „Wir haben einfach kreativ ‚herumgesponnen‘ und einige Szenarien durchgespielt.“ Schließlich hat man sich für einen virtuellen Auftritt im Gamer-Stil á la „Fortnite“ entschieden. Wir hoffen, dass wir damit spielerisch die Neugierde am Unternehmen wecken. Und zwar bei Mädchen und Jungen gleichermaßen.“

Per Mausklick können sich potenzielle Bewerber zügig durch das Unternehmen bewegen, Gebäude und Unternehmensbereiche erkunden. Man klickt auf einen Ort, kann ihn heranzoomen, sich im 360-Grad-Radius umsehen, erhält Bilder, kurze Clips, knackige Infos – und wer mehr wissen möchte, der kann sich im Live-Chat mit gleichaltrigen Azubis oder auch mit Ausbildern austauschen.

Ludwig Weber erklärt: „Junge Menschen sind heute in ihrer Kommunikation wesentlich durch die sozialen Medien, aber auch durch Online-Spiele geprägt. Sie stellen andere Fragen und reagieren auf andere optische Reize, als es Erwachsene tun.“ Deshalb wurden für die potenziellen Azubis und für deren Eltern oder Lehrer zwei unterschiedliche Informationsebenen geschaffen.

Schulabgänger, Eltern und Lehrer können sich ab sofort für die virtuelle Ausbildungsmesse „DAM!21“ auf der Homepage von Weber registrieren: (www.hansweber.de/dam21). Die Messe startet am 20. Mai. Am 20. und 21. sowie vom 24. bis 28. Mai besteht die Möglichkeit zum Live-Chat. red