Es ist eine lange Tradition, dass in den Tagen vor Christi Himmelfahrt Bitttage und Bittprozessionen stattfinden. Mit dem Fest des heiligen Evangelisten Markus, das am vergangenen Sonntag gefeiert wurde, beginnen die Bitttage.

In der Pfarrei Teuschnitz findet deshalb normalerweise die Markusprozession von Teuschnitz nach Haßlach statt. In Jahren ohne Corona-Pandemie machen sich Dutzende Gläubige auf den Weg, begleitet von der Teuschnitzer Stadtkapelle. Nach dem Festgottesdienst in Haßlach werden sie dann in der Regel vom Haßlacher Pfarrgemeinderat mit einem Abendessen gestärkt, bevor sie wieder den Heimweg antreten.

In diesem Jahr konnte die Prozession aufgrund der Hygienebestimmungen und Kontaktbeschränkungen nicht stattfinden. Die Gläubigen waren aber eingeladen, sich ganz individuell auf den Weg zu machen. Diese Chance nutzten einige Teuschnitzer. Der Festgottesdienst konnte dann in der beeindruckenden Wallfahrtskirche zu Haßlach stattfinden. Pfarrer Detlef Pötzl betonte in seiner Ansprache, dass auch Jesus ein Wanderer gewesen sei. Er sei in die Welt gezogen, um die Frohe Botschaft zu verkünden, kein Weg sei ihm zu weit gewesen, um bei den Menschen anzukommen. Pfarrer Pötzl wies darauf hin, dass Wallfahren so etwas sei wie „Beten mit den Füßen“. Die Gläubigen hoffen, dass die Markusprozession im kommenden Jahr wieder in gewohnter Weise stattfinden kann. red