Zur Einigung zwischen Umwelt- und Wirtschaftsministerium und den Plänen zur Beschleunigung der Energiewende nimmt Johannes Wagner (Grüne), Bundestagsabgeordneter für Coburg, Kronach und Geroldsgrün, Stellung: „Ich freue mich über die Einigung zwischen den beiden Ministerien. Sie löst den scheinbaren Zielkonflikt zwischen dem Naturschutz und dem Bau von Windrädern auf und wird dazu beitragen, die Energiewende wirklich voranzubringen.“ Das teilte der Abgeordnete gestern in einer Pressemeldung mit.

Auch in der Region bekämen die Menschen derzeit drastisch zu spüren, was es heißt, von fossilen Energien abhängig zu sein. „Der Kostendruck ist besonders für energieintensive Unternehmen enorm. Gerade die Glasindustrie ist davon stark betroffen. Zukunftsfähig bleiben wir nur, wenn uns die Dekarbonisierung gelingt.“

Die erzielte Einigung könne auch konkret für den Beginn der Energiewende am Rennsteig entscheidend sein, wenn Bayern das Zwei-Prozent-Ziel beim Ausbau von Windkraftanlagen nicht erreicht. Die aktuell diskutierte Projektfläche für den Bau von Windrädern im nördlichen Kronacher Frankenwald liegt im Landschaftsschutzgebiet. Bisher ist der Bau von Windkraftanlagen dort gemäß geltender Gesetzeslage fast unmöglich. Das Bundesgesetz könnte das nun ändern.

Auch der Status des Naturparks Frankenwald bliebe dabei unangetastet. „Das ist für mich die wichtigste Voraussetzung bei diesem Projekt, denn dieser Naturpark ist elementar wichtig für die Region“, sagt Johannes Wagner. Tragischerweise sei der Naturpark selbst auch von der Klimakrise bedroht. „Wir brauchen die Energiewende also auch für unseren Frankenwald.“ red