Buchbach  —  Mit dem symbolischen Spatenstich durch Pfarrer Cyriac Chittukalam, Bürgermeister Thomas Löffler und Erzieherin Christine Fröba begannen am Dienstag die Arbeiten für den Erweiterungsbau des katholischen Kindergartens St. Elisabeth Buchbach . Auch Jürgen Kolb vom Architekturbüro Müller aus Kronach sowie Valentin Exner von der Baufirma Witzgall aus Stammbach griffen zum Spaten, um damit den offiziellen Startschuss zu geben. Selbst einige Kindergartenkinder legten tüchtig Hand an und schleuderten dabei den Schotter nur so in die Luft, damit der Anbau schneller fertig wird.

„Ich freue mich sehr, dass wir heute endlich Spatenstich feiern können“, strahlte der Bürgermeister, der zum coronabedingt nur kleinen Festakt neben den jungen Hauptpersonen das Kita-Team, Vertreter des Elternbeirates, Mitarbeiter der Verwaltung, Gemeinderäte sowie Mitglieder der Kirchenverwaltung begrüßen konnte.

„Wenn die Kinder weiter so mit anpacken, dann kommen wir in vier Wochen wieder hierher zum Richtfest“, meinte ein Gast scherzhaft. Etwas länger werden die Dreikäsehochs dann aber doch warten müssen. Voraussichtlich im Frühjahr 2023 soll der Erweiterungsbau fertiggestellt werden. Bis dahin wird weiterhin die Regelgruppe das Ausweichquartier im sanierten ehemaligen Kindergarten in der Pfarrstraße nutzen.

„Es war ein steiniger Weg“, räumte der Bürgermeister ein. Für das nach aktuellen Ausschreibungen mit rund 1,3 Millionen Euro veranschlagte Bauprojekt habe es vieler Abstimmungen bedurft, um die Wünsche und Anforderungen aller Beteiligten auf einen Nenner zu bringen. „Die Kinder sind unsere Zukunft. Mit dem neuen Bauwerk werden sie ideale Rahmenbedingungen vorfinden“, zeigte er sich sicher. Eine Kindergarten-Erweiterung sei für einen 450-Einwohner-Ort keinesfalls selbstverständlich; schüfen doch manch andere Gemeinden zur Kosteneinsparung zentrale Kindergärten. Dankenswerterweise habe jedoch der Gemeinderat beschlossen, an der dreigliedrigen Struktur festzuhalten.

Erzieherin Christine Fröba verlas die Ausführungen der Einrichtungsleiterin Anne Wicklein, die am Spatenstich nicht teilnehmen konnte. Bereits im Januar 2018 habe man erkannt, so heißt es in dem Schreiben, dass es so nicht mehr weitergehen könne. Da schon damals der Kindergarten aus allen Nähten geplatzt sei, habe man sich an alle erdenklichen Stellen gewandt, von denen man Hilfe erwartet habe. „Dieser Anbau ist das Ergebnis eines langen Prozesses mit vielen Gesprächen und ein guter Start in die Zukunft. Das Ziel ist für uns schon greifbar nah“, resümierte sie.

Laut Jürgen Kolb hat die Erweiterung die gleiche Größe wie der Bestand, nämlich 230 qm umbaute Fläche. Dabei handelt es sich um eine Krippe, womit die in einem Provisorium in der Regelgruppe untergebrachten Jüngsten endlich ihr eigenes Reich erhalten. Neben dem Gruppenraum kommen weitere Räumlichkeiten hinzu – beispielsweise ein Ruheraum, Sanitäranlagen, ein Bistro, eine Küche sowie Nebenräume.