Die Grenz- und Friedenskapelle Burggrub stand unter Corona-Bedingungen zu Pfingsten ganz im Zeichen der Ökumene . Anlass für einen Gottesdienst war die Gebetswoche zur Einheit der Christen . Den ökumenischen Gottesdienst hielt Pfarrer Michael Foltin. Als Überraschungsgast konnte die Vorsitzende des Kapellenbauvereins Burggrub , Angelika Rosenbauer-Chukwu, den Kronacher Stadtpfarrer , Regionaldekan Thomas Teuchgräber, begrüßen.

Zweimal im Jahr ist die weltweite Christenheit zu diesem Thema initiativ, das derzeit aufgrund der politischen Instabilität besonders aktuell ist. Die Grenz- und Friedenskapelle Burggrub ist der rechte Ort dafür, denn seit 1992 steht dieses sakrale Bauwerk – das unter großen ehrenamtlichen Opfern entstanden ist – für Dankbarkeit und Versöhnung. Schließlich ist die Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 ohne Blutvergießen realisiert worden, argumentieren die Organisatoren.

Der ökumenische Gottesdienst hatte das Johannesevangelium im 15. Kapitel zum Inhalt: „Bleibt in meiner Liebe und ihr werdet reiche Frucht bringen.“ Die Liebe Jesu als Lebensmitte sei ein bleibendes Ziel und bleibender Grundwert. Dadurch erweitere sich eine Lebensweise, die vom Respekt des Mitmenschen, der Gemeinschaft und der ganzen Schöpfung geprägt sei. Solidarität aufgrund von Spiritualität sei das Erkennungszeichen des Handelns im Dienste der Nächstenliebe , so das Ökumene-Team. „Unterdrückte Strukturen müssen friedvoll überwunden werden.“

Vorsitzende Angelika Rosenbauer-Chukwu dankte insbesondere den Mitgliedern des Kapellenbauvereins für den Pflegeeinsatz. Nur dadurch sei es möglich, dass an diesem Ort Gottesdienste stattfinden können. Wie Pfarrer Michael Foltin ausführte, gehe es darum, ein Leben im Einklang mit Gottes Liebe zu führen. Dazu seien Gebete , Worte aus der Heiligen Schrift und Kurzansprachen mit den dazugehörenden Melodien von Liedern geeignet. Foltin: „Da gilt es dranzubleiben an dem, was den Glauben an Jesus fördert und sinnerfüllende Freude verleiht. In seinem Bildwort vom Weinstock und den Reben bezeichnet Jesus die unauflösliche enge Verbindung zu ihm, welche die Grundlage allen segensreichen Gottvertrauens bildet.“ Dazu der Ökumenekreis: „Gehen wir mit gutem Beispiel voran, denn nur wer Frieden schließt mit seiner eigenen kleinen Welt, darf vom Frieden in der großen Welt träumen.“ gf