Veronika Schadeck

Es ist wieder so weit! Die „höchstgelegene“ Gemeinde im Frankenwald feiert am Wochenende ihre Trachtenkirchweih. Vier Zechpaare und ein Kellner haben unter der Federführung von Eva Grünbeck in diesem Jahr keine Mühen gescheut und ein attraktives Programm für die Festtage aufgestellt. Das Fest beginnt am Freitag um 18 Uhr mit einem gemütlichen Beisammensein im Sportheim am Erwin-Welscher-Sportgelände.

Der Samstag startet um 9 Uhr mit dem traditionellen Ständerla des Musikvereins Kehlbach . Am Nachmittag steht ein Fußballspiel zwischen dem SV Viktoria Kehlbach und der SG Tettau/Kleintettau II auf dem Programm. Um 20 Uhr kann in der Kulturhalle das Tanzbein mit „Is doch woschd“ geschwungen werden. Außerdem gibt es in diesem Jahr ein „Duell der Zecher“.

Der Sonntag beginnt um 8.15 Uhr mit der Kirchenparade. Danach findet der Festgottesdienst statt. Ein Höhepunkt wird um 13 Uhr der Festumzug sein, wenn die Zechpaare in ihren Trachten durch das Dorf ziehen und anschließend zum Plantanz an der Kulturhalle einladen. Am Nachmittag darf auch die „Kirbesred“ nicht fehlen, die sicherlich so manche Lachmuskeln strapazieren wird. Am Abend gibt es Livemusik mit Konny.

„Begräbnis“ um Mitternacht

Der Kirchweihmontag wird ab 14 Uhr mit einem gemütlichen Beisammensein und Überraschungsspielen der Zecher am Erwin-Welscher-Sportgelände gefeiert. Ab 20 Uhr klingt dann die Kirchweih mit Guter-Laune-Musik und dem „Begräbnis“ in der Kulturhalle um Mitternacht aus.

Geschichte der Kirche

Die Kirchweih gilt der Erinnerung an die Einweihung des Gotteshauses im Jahr 1954. Vorher hatten die Kehlbacher eine Kapelle, und die Bevölkerung war glücklich, einen Andachtsraum in ihrem Dorf zu haben.

Über den Zeitpunkt der Erstellung der ersten Kapelle ist nichts bekannt, es kann nur die auf der noch heute im Turm vorhandenen Glocke eingeprägte Jahreszahl 1760 mit dem Bautermin in Verbindung gebracht werden. Im Jahr 1828 folgte die Erstellung und Einweihung der zweiten Kapelle.

1909 gründeten die Kehlbacher Bürger einen Kapellenbauverein und mit dem Bau der dritten Kapelle konnte 1913 begonnen werden. Ein Jahr später wurde diese bereits eingeweiht. Das Wertvollste an dieser Kirche war der neue Altar im Innenraum.

Auf Antrag des Pfarramtes Windheim erteilte Bamberg am 13. Mai 1915 für sieben Jahre die Genehmigung, wöchentlich einen Werktagsgottesdienst zu halten. Einen gewaltigen Auftrieb erhielt das kirchliche Leben aber erst nach dem Zweiten Weltkrieg durch Pfarrer Sommer. Aufgrund dessen Engagements wurde erstmals im Jahr 1949 die Erstkommunion in Kehlbach abgehalten. Im gleichen Jahr fand die erste Fronleichnamsprozession statt. 1952 wurde durch Dechant Ochs der Beschluss gefasst, die Kapelle in eine Kirche umzuwandeln.