Aufgrund der brutalen russischen Invasion wird die Lage in der Ukraine von Tag zu Tag schlechter. Der Stockheimer Mirko Thoma hat deshalb eine private Aktion gestartet und mit seinen Helfern sechs Tonnen Hilfsgüter für die durch Krieg und Flucht in Not geratenen Menschen in der Ukraine gesammelt.

Mirko Thoma hat sich mit seiner Frau Kathi aus Stockheim in den letzten 14 Tagen mit großem Zeitaufwand engagiert für Hilfsaktionen eingesetzt. Als Anlaufpunkt für die Spendenabgabe diente in Stockheim das Tennisheim des TSV Stockheim . Mit seinen Helfern ist der 44-jährige Stockheimer 3000 Kilometer zwischen Nürnberg und Nordhalben hin und her gependelt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: An die sechs Tonnen Hilfsgüter, insbesondere Lebensmittel, konnten so zusammengetragen werden.

Als Sammelpunkt diente Oberkotzau. Dort sind die Waren auf zwei Vierzig-Tonner, einen Zwanzig-Tonner sowie einen Kleintransporter verladen worden. Die Spenden wurden auf dem kürzesten Weg in die Ukraine verbracht. Selbst für die hart umkämpfte ukrainische Stadt Mariupol konnte Hilfe angeboten werden. Für die schwierige Organisation zeichneten Hanna Vinichuk, Stella Aynbinder, Hristina Svinchak, Tamila Evageliy und Anastasi Neumann – alle mit ukrainischer Abstammung – verantwortlich.

Als beispielhaft bezeichnete Mirko Thoma die Spendenbereitschaft der Menschen. „Die Leute wollen einfach spenden, denn die grauenvollen Fernsehbilder sprechen eine deutliche Sprache.“ In Oberkotzau habe man mit leidgeprüften Flüchtlingen, die vier Tage unterwegs waren, Kontakt aufnehmen können. Das waren Begegnungen voller Emotionen, versicherte der Stockheimer. Er habe es nicht bereut, in Anbetracht der Dramatik helfend eingegriffen zu haben. Gerne habe er deshalb die Empfehlung seines Arbeitskollegen Bernd Maier aus Nordhalben, eine umfassende Spendenaktion durchzuführen, angenommen. Mittlerweile mache sich eine Versorgungskrise breit. So sei in der Hofer „Metro“ das Mehl, das man in größeren Mengen aus Spendengeldern einkaufen wollte, rationiert worden.