Die Glück-Auf-Grundschule Stockheim macht ihrem Ruf als Umweltschule alle Ehre. Über 140 Schüler der Jahrgangsstufen eins bis vier machten sich auf in den Wald , um 2000 „Zukunftsbäume“ zu pflanzen. „Wir können von der Erde nicht nur nehmen, sondern wir müssen auch wieder geben“, war das Motto, das die Arbeitsgemeinschaft Umwelt ausgegeben hatte.

Die Idee sei schon vor zwei Jahren entstanden, aber dann sei Corona gekommen und man habe alles abblasen müssen, informierte Förderlehrer Siegbert Jakob. Schon beim Wandertag im September 2019 waren den Kindern die abgeholzten, freien Waldflächen aufgefallen und hatten großes Entsetzen ausgelöst. Mit der Frage, „ob wir da nichts tun können“, wurde die Idee einer Aufforstungsaktion geboren. Im Forstbetrieb Rothenkirchen der Bayerischen Staatsforsten fanden Schulleitung und Lehrkräfte sofort einen hilfsbereiten und kompetenten Ansprechpartner. Und so ging es in den vergangenen Tagen in ein Waldstück bei Rothenkirchen, in dem viele Bäume wegen Borkenkäferbefalls gefällt worden waren. An zwei Tagen pflanzten die 140 Schüler der Glück-Auf-Grundschule Stockheim annähernd 2000 „Zukunftsbäume“ (Douglasien und Lärchen) und trugen so dazu bei, den „Klimawald“ Frankenwald zu forcieren.

Noch in der Morgendämmerung waren die Kinder mit Schulbussen an ihren Einsatzort gebracht worden. In Begleitung einiger Eltern und Großeltern und der Lehrkräfte ging es zu Fuß zu einer lichten, freien Fläche. Unter der Leitung von Servicestellen- und Ausbildungsleiter Stefan Wittenberg vom Forstbetrieb sowie mit einigen Auszubildenden und Forstwirten wurden die Bäume gepflanzt. Die Forstwirte informierten über das fachgerechte Pflanzen der kleinen Bäumchen.

Warum keine Fichte? Daran schuld ist der Klimawandel. Er hat den Fichten im Frankenwald schwer zugesetzt, dazu kamen die Schäden durch Borkenkäfer in den vergangen trockenen Sommer. Die Kinder lernten, dass der Forstbetrieb Rothenkirchen jährlich circa 80 Hektar an Waldfläche mit Kulturgut bepflanzt. Dazu gehören Baumarten wie Douglasien, Lärchen, aber auch Laubwald wie Ahorn und Eiche, um nur einige zu nennen, erklärte Wittenberg.

Die Kinder waren sehr diszipliniert bei ihrer Pflanzaktion dabei. Schließlich geht es um viel, nämlich um die Rettung des Frankenwaldes. eh