Das Thema "Generationen" ist aus Steinbach am Wald nicht mehr wegzudenken. Ein Arbeitskreis strukturiert nun die bestehenden Angebote und intensiviert die Aktivitäten gezielt.

Wer in der Rennsteiggemeinde unterwegs ist, stößt immer wieder auf den Begriff "Generationen" - Generationenbad, Mehrgenerationenhaus, Generationenpark, Haus der Generationen... "Wir wollen unsere gewachsene Stärke, das Miteinander der Generationen, noch mehr und vor allem strukturiert in den Blick nehmen und dafür einen MehrGenerationen-Arbeitskreis ins Leben rufen", so Bürgermeister Thomas Löffler . Er lud zusammen mit dem Team vom "KommunalmarketingPLUS", einem Modellprojekt in Trägerschaft von Kronach Creativ e.V., zu einem ersten virtuellen Treffen ein, an dem die Gemeinderätin Anke Weiß, die Jugendbeauftragte Lea Löffler, die Tourismusbeauftragte Sandra Löffler und Antje Angles und Kerstin Hinz des vom BRK-Kreisverband Kronach getragenen Mehrgenerationenhauses Buchbach teilnahmen.

Beginnend mit einem kurzen Rückblick auf den Gemeindeentwicklungsprozess, in dessen Verlauf für die Gemeinde die Leitbotschaft "Verbindl!ch" in Kombination mit " Steinbach am Wald kann Familien, Generationen und Unternehmer vernetzen" erarbeitet worden war, führte Sabine Nuber, Projektmanagerin des KommunalmarketingPLUS, durch den Abend. Bürgermeister Thomas Löffler betonte dazu: "Wir wollen die Ziele, die wir uns in der Gemeindeentwicklung gegeben haben, in die Praxis umsetzen. Es soll ein flexibler Prozess sein, in dem neue Ansätze und Ideen entstehen dürfen, ohne die Menschen zu überfrachten oder gar zu überfahren."

Nach einer konzentrierten Diskussion waren sich alle Teilnehmer einig, dass zunächst die bestehenden Aktivitäten erfasst und verstärkt für alle nach außen sichtbar gemacht werden müssen. Darauf aufbauend sollen bestehende Räumlichkeiten in der Gemeinde für das starke Ehrenamt zugänglich gemacht werden, Angebote für Einheimische und Touristen verknüpft und Bildungs- und Betreuungseinrichtungen verstärkt eingebunden werden. Je nach thematischem Schwerpunkt werden weitere Teilnehmer mit ihrer jeweils speziellen Fachkompetenz in den Arbeitskreis eingeladen. Mit der Zeit könnte sich das Gremium so zu einem beratenden Kreis etablieren, an den man sich in Generationenfragen rund um die Gemeinde Steinbach am Wald wendet. Auf Anregung des KommunalmarketingPLUS-Teams wird der Arbeitskreis gemeinsam an einem Generationen-Workshop teilnehmen, um von Beginn an ein einheitliches Generationen-Verständnis und die gleiche "Generationen-Sprache" zu haben.

Um sich aber nicht in der Theorie zu verlieren, sondern mit Vorzeige- und Mitmachprojekten Bürgerengagement zu generieren und Generationenvielfalt zu leben, wählten die AK-Mitglieder nach einer Ideensammlung ihre drei Highlights, die nun gemeinsam angegangen werden. "Wir stehen noch am Anfang unserer Arbeit", so Gemeinderätin Anke Weiß, "aber wir wollen jetzt schon mit den Planungen für ein umfangreiches Generationenfest 2022 beginnen. Ein ,Spiel ohne Grenzen', eine Familienolympiade, Begegnung und Mitmachen, Kulinarisches und Künstlerisches - all das ist denkbar." Lea Löffler, Jugendbeauftragte der Kommune und Mitarbeiterin bei Radio 1, möchte den Jungen "Grenzland-Geschichten" der Alten zugänglich machen und dadurch Geschichte lebendig gestalten. Sie denkt dabei an eine Interviewserie rund um den Tag der deutschen Einheit im Herbst. Sandra Löffler möchte in nächster Zukunft einen Generationen-Malwettbewerb forcieren, der z.B. die Besonderheiten der Gemeinde widerspiegelt. Bürgermeister Löffler war mit dem ersten Treffen sehr zufrieden . Der Arbeitskreis will nun circa alle vier Wochen tagen. red