Fachbereichsleiter Christian Ebertsch hatte den Bauausschuss ausführlich über die Vorgehensweise beim Anwesen Röthenstraße 5 informiert. Schon bei einer Sitzung im Dezember 2020 waren die Anmeldung des Projekts mit Baukosten von 182 000 Euro für die Förderoffensive Nordostbayern sowie die Einreichung eines Bauantrags beschlossen worden. Nun liegen der Verwaltung die Baugenehmigung und der Zuschussbescheid des Amts für Ländliche Entwicklung (ALE) Oberfranken vor. Allerdings stimmte der Zuschussgeber nicht der ursprünglichen Planung zu, den Abbruch des Altgebäudes, die Anlage und Neugestaltung der Außenanlagen mit Fußwegverbindung vom Zettlitzweg zum Schulberg sowie den Neubau des Ersatzgebäudes komplett über das Förderprojekt der Förderoffensive Nordostbayern finanzieren zu lassen. Die Schaffung von Parkraum in Form von Garagen- und Unterstellgebäuden ist nach den Richtlinien der Dorferneuerung nicht förderbar, so dass lediglich der Abbruch, die Anlage und Neugestaltung der Außenanlagen mit Fußwegverbindung sowie die vorbereitenden Fundamentierungen für eine spätere Bebauung vom ALE mit 90 Prozent gefördert werden.

Aufteilung der Förderbereiche

Demnach wird ein Anteil von 111 191 Euro der Gesamtbaukosten mit einer Zuwendung von 99 980 Euro bezuschusst. Die Baukosten für den Ersatzbau in Höhe von rund 61 000 Euro können über das nunmehr geschaffene Förderprogramm des Städtebaus über die Regierung von Oberfranken gefördert werden. Dadurch verschiebt sich zwar der Bau des Gebäudes bis ins nächste Jahr, aber dennoch konnte durch die Aufteilung eine stattliche Förderung durch das ALE abgerufen werden.

Der Abbruch des Gebäudes wurde bereits ausgeschrieben. Im Anschluss daran werden die Gestaltung der Außenanlagen mit Wegführung, Bushaltestelle und innerörtlichem Grün ausgeschrieben. Hauptziel ist es, den Einfahrtsbereich Röthenstraße/Zettlitzweg gestalterisch zu verbessern und eine innerörtliche Aufwertung zu erreichen. Darüber hinaus soll die Parksituation Am Plan entschärft werden.

Wasserzähler werden ausgetauscht

Wasserwart Rüdiger Wachter berichtete, dass seit vergangenem Jahr der Markt Küps sukzessive moderne Ultraschallwasserzähler mit Funkmodul installiere. Im Jahr 2020 seien bereits 260 Hausanschlüsse mit neuen Zählern ausgestattet worden. Für dieses Jahr seien 450 Auswechslungen vorgesehen, 170 seien bereits bis April ausgetauscht worden.

Wachter nannte mehrere Vorteile der neuen Zähler: Unter anderem könne der Bürger über ein leuchtendes Dreieck im Display einen Fehler in der Wasserversorgung selbst erkennen. Und die Eichzeit verlängere sich auf zwölf Jahre.

Investitionen in die Wasserversorgung

Ausführlich informierte Fachbereichsleiter Ebertsch über die Wasserversorgung im Markt Küps , bei der hohe Investitionen anstünden. Die Wasserversorgung bestehe aus vier Versorgungsbereichen, wovon drei eine Eigenwasserversorgung aus vier Tiefbrunnen gewährleisteten. Lediglich der Ortsteil Johannisthal und die Tiefzone Tüschnitz würden durch Wasserzukauf über die Fernwasserversorgung Oberfranken mit Wasser versorgt.

Das Versorgungsnetz im Markt Küps umfasse bei der Hauptleitung 81,513 Kilometer und bei den Hausanschlüssen eine Gesamtlänge von 47,752 Kilometern. Erfreulich sei, dass man die Wasserverluste in den vergangenen 14 Jahren um 6,2 Prozent auf 6,1 Prozent habe reduzieren können, wodurch sich der Verlust halbiert habe.

Stolz wies Ebertsch auf die „hervorragende Wasserqualität “ im Markt Küps hin. Bei der letzten Beprobung habe man einmal mehr die Note „sehr gut“ für die Trinkwasserqualität erhalten. Um diese Qualität zu halten, erfordere es aber auch Investitionen. Es seien erhebliche Sanierungsarbeiten am Tiefbrunnen I bei Au fällig, der mit dem nur wenige Hundert Meter entfernten Tiefbrunnen II das Herzstück der Wasserversorgung für die Ortsteile Au, Burkersdorf, Hain, Tiefenklein und Weides sowie Küps darstelle.

Die Investitionskosten bezifferte Ebertsch mit rund 550 000 Euro, woran sich der Freistaat Bayern mit Fördermitteln beteilige. Weitere geplante Maßnahmen seien Wasserleitungsmaßnahmen am Melanger mit Kosten von rund 280 000 Euro und der Austausch der Wasserleitungsarmaturen der Hauptleitung in der Traber Straße. Außerdem werde die Kreisstraße KC 22 ausgebaut, weshalb sämtliche alten Schieber und Auskreuzungen ausgetauscht werden müssten. Diese Maßnahme sei mit circa 140 000 Euro beziffert.

Neue Leitung am Mühlberg in Schmölz

Eine Erneuerung der Wasserleitung sei in der Ortsstraße Mühlberg in Schmölz geplant. Für das etwa 410 Meter lange Teilstück seien Kosten von 365 000 Euro veranschlagt; auch hierfür seien Fördermittel vorgesehen. Der Austausch einer alten Gussleitung sei in der Kugelgasse Küps mit 250 Metern Hauptleitung sowie sechs Hausanschlüssen und vier Schieberkreuzen geplant, wofür Kosten von 270 000 Euro veranschlagt seien.

Der Errichtung einer Hackschnitzelheizzentrale im Außenbereich des Gemeindeteils Hain-Tiefenklein wurde gemeindliches Einvernehmen erteilt, ebenso dem Neubau einer Stützmauer in Theisenort.