Petrus muss ein Musikant sein. Hatten die Frankenwald-Musikanten unter der Woche noch voller Bangen den Wetterbericht beobachtet, kam rechtzeitig zu Beginn der Pfingst-Serenade statt Regen und Gewitter die Sonne heraus.

Mit dem Konzertmarsch „Arsenal“ von Jan van der Roost hatte die Kapelle unter der Leitung von Stephan Schmidt den konzertanten Teil des Abends eröffnet. Ein klingender Konzertmarsch mit wunderschönen Themen und einer ausgedehnten Melodie im Trio.

Moderator Hubert Martin erklärte in seiner Eröffnung die Umstände, warum in diesem Jahr statt des Pfingstkonzertes diese Serenade stattfand. Es folgte das Musikstück „Choral and Beat for Band“ des saarländischen Komponisten Hermann Kahlenbach. Dieser verwendete in seiner Komposition einen schlichten Choral, den er in verschiedenen Rock-Stilen verarbeitete, angereichert mit einem Trompetensolo, vorgetragen von Egon Herrmann .

Die „Heublumen-Polka“, die durch eine für Polkas ungewöhnliche Rhythmik auffällt, sowie das Medley „ Beach Boys Golden Hits“ waren Titel von Kurt Gäble, die dieser für Blasorchester arrangierte. Die Rock-Polka „ Musikanten mit Herz“, komponiert und arrangiert von Alexander Pfluger, vervollständigte diesen Block.

Groß war die Aufregung bei den Nachwuchsmusikern, hatten sie doch erst Ende März angefangen, gemeinsam zu proben. Harald Vetterdietz betreut dieses „Kids-Orchester“ mit viel Enthusiasmus und übte mit den Kindern das Stück „My Heart Will Go On“ aus dem Film Titanic ein.

Als vor einigen Jahren bei einem Schnuppernachmittag Kinder für den Verein geworben werden sollten, fanden sich spontan auch einige Mamas und Papas bereit, ein Instrument zu lernen. Seit dieser Zeit musizieren sie, unterstützt von „Profis“, gemeinsam mit Musikern, die ein anderes Instrument ausprobieren wollen, als so genanntes „Vororchester“. Unter Leitung von Harald Vetterdietz spielten sie „Bei rotem Licht“, ein Tango-Potpourri von Bernd Egidius und den „Vormarsch“ von Heribert Raich. In der Pause freuten sich Vorsitzender Hubert Vetter und Kassiererin Kerstin Schmidt, dass wieder einige Musiker den Mut und die Zeit fanden und an einer Leistungsprüfung erfolgreich teilnahmen. Es sind dies Jan Löffler (D1), Ulrike Löffler (D1), Julia Fehn (D1) und Samuel Neubauer (D3).

Den letzten Teil der Serenade eröffneten die Posaunen mit dem „Boogie for Trombones“, einem flotten Boogie-Woogie aus der Feder von Gerd Hammes. „Marsch-Konfetti“ von Xaver Lecheler beendete den offiziellen Teil, mit Unterhaltungsmusik ging ein kurzweiliger Abend zu Ende. hm