Sie spricht über Klima und Bienensterben, Politik und Macht, über Liebe und Tod, über das Leben in Zeiten der Digitalisierung und den öffentlichen Nahverkehr in Franken , über Rechtsruck und Wut . Maron Fuchs ist Slam-Poetin – und eine Meisterin ihres Fachs. Genauer: Seit 2019 trägt die 26-Jährige die Titel bayerische Vize- und fränkische Meisterin im Poetry Slam .

Überall da, wo sie mit ihren emotionalen Texten und den ausladenden Handbewegungen auf der Bühne steht, sorgt die temperamentvolle Slammerin für Begeisterung. Sie gilt nicht nur als virtuose Sprachkünstlerin, sondern hat auch tiefgründige Botschaften, die den Nerv der Zeit treffen. Diese Botschaften packt sie auch in Romane und lyrische Texte.

Die Weidenerin schrieb schon in der Schulzeit Jugendromane; im Studium entdeckte sie ihre Leidenschaft für den Poetry Slam , eine besondere Form der gereimten Bühnenliteratur mit Zeitlimit, in der innerhalb von wenigen Minuten witzige oder auch nachdenkliche Lyrik dargeboten wird. Den Künstlern stehen dabei nur zwei „Instrumente“ zur Verfügung: der eigene Körper und der eigene Text. Requisiten oder Musikinstrumente dürfen – so sagen es die Regularien – nicht zum Einsatz kommen. Fuchs hat sich seither mit ihrer schnellen, lebensbejahenden und auch kritischen Lyrik eine wachsende Fangemeinde erobert.

Oliver Walter steht seit 2015 als Kabarettist auf diversen Kleinkunst-Bühnen. Hier nimmt der 43-jährige Nürnberger gesellschaftliche Trends und Alltagsabsurditäten mit hintergründigem Wortwitz unter die Lupe. „Bis heute kann ich viele Dinge, auch schlimme und beunruhigende, am besten mit Humor verarbeiten. Irgendwer sagte mal: ,Wenn du über etwas lachen kannst, hat es seine Macht über dich verloren’“, so der Kabarettist und Rhetorik-Coach. Und dann fügt er an: „Mir macht es einfach Spaß, Menschen zum Lachen oder zum Nachdenken zu bringen. Im Idealfall gelingt beides. Im schlimmsten Fall haben sie einfach nur gelacht und wenigstens Spaß gehabt.“ red