Karl-Heinz Hofmann

Der Bau des Wohnparks nördlich der Eichendorffsiedlung in der Ortsmitte der Bergwerksgemeinde Stockheim verzögert sich. Im April war der Spatenstich erfolgt. Auf dem etwa 9500 Quadratmeter großen Areal entstehen zwei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 30 Mietwohnungen verschiedener Größe mit jeweils barrierefreien Zugängen. Außerdem werden 30 Garagen plus 30 Pkw-Stellplätze für Mieter und Besucher sowie fünf behindertengerechte Parkplätze angelegt.

Waren sie beim Spatenstich noch zuversichtlich, dass das Projekt kontinuierlich mit der Baumaßnahme fortschreiten würde, mussten sich die Verantwortlichen einige Wochen später eines Besseren belehren lassen.

Wie Architekt Wolfgang Feuerpfeil auf Nachfrage mitteilte, kam es zu zwei Problemen. Der an der als Ein- und Ausfahrt an der Bundesstraße 85 gelegene Gehsteig musste tiefer gelegt werden. Dabei stellte sich heraus, dass die darunter verlegten Versorgungsleitungen nicht in der erforderlichen Tiefe verbaut waren. Um diese Rohre ausreichend vor dem Schwerlastverkehr zu schützen, musste man die Überfahrt mit einer Betonplatte versehen. Sie ist 13 Meter lang, 1,60 Meter breit und 15 bis 20 Zentimeter stark. Weil das Material rund vier Wochen aushärten musste, stand die Baustelle still.

Höhere Förderung

„Qualität und Sicherheit gehen vor Schnelligkeit“, so Architekt Feuerpfeil. Ein zweites, im Prinzip sogar erfreuliches Problem, habe sich bezüglich der zu erwartenden höheren Fördermittel herausgestellt. Um eine wesentlich günstigere Finanzierung zu erreichen, mussten neue detaillierte Berechnungen angestellt werden. Zudem musste ein Statiker eingeschaltet werden.

Aber auch dieses unerwartete Hindernis konnte laut Feuerpfeil gelöst werden. In den nächsten Tagen, so versichert der Architekt, könne es auf der Baustelle weitergehen. Von der besseren Finanzierung profitierten natürlich vor allem die späteren Wohnungsinhaber, „es wäre unverantwortlich gewesen diese Finanzvorteile nicht zu nutzen“. Entstehen soll ein Mehrfamilienhaus mit 19 Wohneinheiten und einer Wohn- und Nutzfläche von 2497 Quadratmetern. Die Neubauwohnungen werden schlüsselfertig erstellt.

Weiter wird auf dem Grundstück ein zweites Mehrfamilienhaus mit elf Wohneinheiten auf 1279 Quadratmetern entstehen. Die Raiffeisenbank Küps, Mitwitz-Stockheim wird als Investor die Gebäude nach Fertigstellung übernehmen. Die beiden Vorstände sprechen von einem Millionenprojekt. Auf eine genaue Investitionssumme möchten sie sich noch nicht festlegen, die werde wohl knapp unter zehn Millionen Euro liegen, so Vorstand Ulrich Fuchs in einer vorsichtigen Schätzung.

Die Fertigstellung ist für Ende 2022 vorgesehen. Für den Verkauf der Wohnungen zeichnet die Firma Wich Immobilien in Wallenfels verantwortlich.