Die Impfung von Rindern gegen die Infektion mit dem BVD-Virus (BVDV/Bovine Visusdiarrhoe) ist ab dem 15. Mai im gesamten Gebiet des Landkreises Kronach verboten, teilte das Landratsamt mit. Die zuständige Behörde kann im Fall eines Ausbruchs eine Ausnahme vom Impfverbot gestatten, wenn unter anderem die Ergebnisse der epidemiologischen Untersuchung gezeigt haben, dass von dem Ausbruch nur eine begrenzte Zahl von Betrieben betroffen war und nur eine begrenzte Zahl von Rindern , die von der zuständigen Behörde zur Bekämpfung des Ausbruchs für erforderlich gehalten wird, unter Aufsicht der zuständigen Behörde geimpft wird und die Impfung für jedes Tier dokumentiert wird.

In rinderhaltende Betriebe im Landkreis Kronach dürfen ab dem 15. Mai 2021 ausschließlich BVDV-unverdächtige Rinder eingestellt werden, die nicht gegen die BVDV-Infektion geimpft worden sind. Die BVDV-unverdächtigen, nicht gegen die Infektion geimpften Rinder müssen von einem schriftlichen oder elektronischen Nachweis über die BVDV-Unverdächtigkeit des jeweiligen Rindes begleitet sein.

Seit dem 1. Januar 2011 wird die BVD in Deutschland staatlich bekämpft. Seither ist ein kontinuierlicher Rückgang der Zahl infizierter Bestände zu verzeichnen. Die günstige epidemiologische Situation und die Tatsache, dass der überwiegende Teil der Betriebe in Bayern Impfungen gegen BVD nicht mehr durchführt, erlauben den Erlass eines Impfverbotes. red