Werkeln, Tauschen und Reparieren ist zum weltweiten Trend geworden. Immer mehr wollen aus der Wegwerfgesellschaft aussteigen. Zu kostbar sind die Rohstoffe. Sarah Sonanini und Matthias Rudolph laden vor diesem Hintergrund am Freitag, 26. November, um 17 Uhr zum Reparatur-Treff in der alten Schule in Mitwitz (Schulstrasse 8) mit dem Thema Nähen und Stopfen ein.

Die Idee von Bündnis 90/Grünen, in Mitwitz ein Reparatur-Café zu schaffen, das jeden letzten Freitag im Monat ein spezielles Angebot macht, findet enormes Interesse. Viele Menschen möchten nachhaltiger leben und nicht alles gleich auf den Müll werden.

Löcher stopfen

„Bitte bringt eure Klamotten oder Decken mit, und wir versuchen zusammen mit euch, die Löcher zu stopfen. Es wird eine Expertin zum Sockenstopfen und eine Handarbeitslehrerin vor Ort sein. Wir werden alles versuchen, Knielöcher der Kinderleggins zu reparieren, Reißverschlüsse einzunähen und Mottenlöcher im geliebten Wolljanker zu stopfen“, sagt Sarah Sonanini. Wer etwas anders zum Reparieren hat, ist natürlich auch willkommen. Mit geballter Teamarbeit konnte letztes Mal sogar der Akku einer elektrischen Zahnbürste gewechselt werden. Beim vergangenen Reparatur-Treff ging es um die Reparatur von Keramik . Töpfermeister Peter Tyart von der Töpferei Memmel in Burgstall half, so manche beschädigte schöne Keramik zu retten.

Insgesamt wollen die Grünen auf den Wert handwerklicher Arbeitskraft aufmerksam machen und dies verdeutlichen. Die handwerkliche Arbeitskraft sei die Arbeitskraft, die total nachhaltig ist. Sie verhindere, dass irgendwo unnötig Rohstoffe aus dem Boden geholt werden unter welchen Bedingungen auch immer. Beim nächsten Reparaturcafé soll auch Weihnachtsschmuck getauscht werden. Wer also etwas Weihnachtliches weitergeben will, kann es an dem Termin gern auf den Tausch-Tisch legen. rg