Wenn jemand in Steinwiesen Kommunalpolitik wirklich gelebt hat, dann ist es Bruno Beierlorzer. Er kann auf 36 Jahre kommunalpolitisches Wirken zurückblicken und erhielt für seine Verdienste um den Markt Steinwiesen die goldene Bürgermedaille. Hier waren sich die beiden Fraktionen einig. An der Verleihung nahmen auch Landrat Klaus Löffler , Pfarrer Richard Reis sowie die weiteren Träger der goldenen Bürgermedaille, Manfred Vogler und Eugen Bätz, teil.

Bürgermeister Gerhard Wunder ging in seiner Laudatio auf das 36-jährige kommunalpolitische Wirken von Bruno Beierlorzer ein. 1984 wurde Bruno Beierlorzer in den Marktgemeinderat Steinwiesen gewählt. Zur damaligen Zeit galt es laut Wunder, Kommunalpolitik behutsam zu gestalten und das Mandat verantwortungsvoll auszuüben. Deshalb zeichne einen guten Kommunalpolitiker auch ein starkes Rückgrat aus, welches Bruno Beierlorzer immer gehabt habe. „Sein Wirken soll auf die jungen Kommunalpolitiker Ansporn zum Nacheifern geben“, so der Bürgermeister .

So wurde laut Bürgermeister nicht nur über Solidarität geredet, sondern Solidarität auch praktisch vollzogen. Dabei habe sich gezeigt, dass man über Parteigrenzen hinweg einiges erreichen kann, wenn das Gemeinwohl in den Vordergrund gestellt werde. Bürgermeister Gerhard Wunder stellte fest, dass der Medaillenträger ein Kommunalpolitiker mit Ecken und Kanten gewesen sei, aber vor allem ein Kommunalpolitiker mit Herz.

Die Verleihung der goldenen Bürgermedaille nahm Bürgermeister Gerhard Wunder zusammen mit Landrat Klaus Löffler vor. Wunder stellte fest: Bruno Beierlorzer habe sich um den Markt Steinwiesen verdient gemacht.

Viele Jahre Zweiter Bürgermeister

Der neue Träger der goldenen Bürgermedaille bekleidete 30 Jahre lang das Amt des Zweiten Bürgermeisters . Von 1990 bis 1996 stand er dem verstorbenen Altbürgermeister Reinhold Renk zur Seite und ab 1996 konnte sich der amtierende Bürgermeister Gerhard Wunder auf ihn verlassen. „Auf die Loyalität von Bruno Beierlorzer konnte ich immer bauen und es war ein angenehmes Zusammenarbeiten“, lobte Wunder. Der Bürgermeister fuhr fort: Bruno Beierlorzer habe in den langen Jahren seines kommunalpolitischen Wirkens die Entwicklung des Marktes Steinwiesen mitgeprägt. Er sei ein Beispiel dafür, dass man nicht nur kritisiert, sondern selbst Verantwortung für seine Heimatgemeinde übernimmt.

Im Bereich der Vereine engagierte sich Bruno Beierlorzer vor allem bei der Feuerwehr. Dort hatte er Verantwortung als Gerätewart und Mitglied der Vereinsführung übernommen. In der katholischen Kirche wirkte er als Kirchenrat und betreut die neue Hackschnitzelheizung der Kirche. Auch beim Markt Steinwiesen ist er ehrenamtlich als Leerstandslotse tätig. In der Arbeitsgruppe „ Steinwiesen Aktiv“ ist er somit Ansprechpartner für die Eigentümer von leer stehenden Wohnungen, um den Besitzern die Möglichkeiten der Sanierung oder der Förderung aufzuzeigen. Neben den Ehrungen für die Verdienste in der Vereinsarbeit wurde Bruno Beierlorzer 2016 für sein kommunalpolitisches Wirken die kommunale Verdienstmedaille in Bronze des Freistaates Bayern verliehen.

In seinem Grußwort dankte Landrat Klaus Löffler dem geehrten Bruno Beierlorzer für sein Wirken und für seine klare politische Ausrichtung. Es gehöre zu den demokratischen Grundprinzipien, zu diskutieren und manchmal zu streiten. „Auf Bruno Beierlorzer“, so der Landrat , „war immer Verlass, wenn es darum ging, nicht nur den Markt Steinwiesen , sondern auch den gesamten Landkreis Kronach nach vorne zu bringen.“

Auch als Vereinsmensch habe Bruno Beierlorzer stets Verantwortung übernommen. Dies alles sei heute nicht mehr selbstverständlich. Klaus Löffler meinte, dass Bruno Beierlorzer zusammen mit seiner Frau Karin stolz auf sein Lebenswerk sein dürfe.

Wichtiges Bindeglied

Pfarrer Richard Reis bedankte sich im Namen der katholischen Kirche Steinwiesen . Seit Jahren kümmert sich Bruno Beierlorzer als Kirchenrat in der katholischen Kirchenstiftung vor allem um die Grundstücksverwaltung sowie die Heizungsanlage der Kirche, im Kindergarten und im Pfarrzentrum. Pfarrer Reis würdigte die gute Verbindung zwischen der Kirche und der Marktgemeinde. Dabei sei Bruno Beierlorzer stets das Bindeglied gewesen, sagte der Seelsorger.

Für eine attraktive Gemeinde

Sichtlich bewegt bedankte sich Bruno Beierlorzer bei den Rednern für die vielen Lobes- und Dankesworte und die Glückwünsche. Sein Dank galt auch den Mitarbeitern im Rathaus, im Bauhof und den Außenstellen, welche seine Arbeit als Zweiter Bürgermeister immer unterstützt haben. Er ließ sein kommunalpolitisches Wirken Revue passieren und sagte: „Auch in den kommunalen Gremien gab es immer wieder hitzige Wortgefechte, aber nach den Sitzungen konnte man sich immer wieder die Hand geben.“ Für ihn habe Parteipolitik nie eine Rolle gespielt. Das Wichtigste für ihn war, wie er sagte, für die Bürgerinnen und Bürger Einrichtungen und Infrastruktur zu schaffen, welche benötigt wurden, um Steinwiesen attraktiver zu machen. Er dankte seiner Frau Karin und der Familie für die Unterstützung