Es ist eine lange Tradition , dass in den Tagen vor „ Christi Himmelfahrt “ Bitttage und Bittprozessionen stattfinden. Mit dem Fest des Evangelisten Markus, das am Sonntag gefeiert wurde, beginnen die Bitttage.

In der Pfarrei Teuschnitz findet deshalb die Markusprozession von Teuschnitz nach Haßlach statt. Begleitet von der Teuschnitzer Stadtkapelle haben sich zahlreiche Gläubige auch in diesem Jahr auf den Weg gemacht. Sie beteten und sangen und trugen Gebete und Anliegen vor Gott. Besondere Anliegen in diesem Jahr waren natürlich die Bitte um den Frieden und die Besinnung auf gegenseitige Achtung und Solidarität.

Nach dem Festgottesdienst in Haßlach wurden die Gläubigen dann vom Haßlacher Pfarrgemeinderat mit einem Abendessen gestärkt, bevor sie wieder den Heimweg antreten. Der Festgottesdienst fand in der beeindruckenden Wallfahrtskirche zu Haßlach statt.

Pfarrer Detlef Pötzl betonte in seiner Ansprache, dass auch Jesus ein Wanderer gewesen sei. Er sei in die Welt gezogen, um die Frohe Botschaft zu verkünden, und kein Weg sei ihm zu weit gewesen, um bei den Menschen anzukommen. Manche Wege seien ungewöhnlich gewesen – zum Beispiel die Wege in die Wüste und über das Wasser. Den Kreuzweg sei er gegangen, und so habe er selber sagen können: „Ich bin der Weg.“

Pfarrer Detlef Pötzl wies darauf hin, dass Bittgänge auch ein Ausdruck des pilgernden Volkes Gottes seien und dass Wallfahren so etwas wie „Beten mit den Füßen“ sei. red