Mit einer „Ausbildungsoffensive Landkreis Kronach “ befasste sich der Kreisausschuss in seiner Sitzung am Montag. Dieses Projekt hat sich das Landratsamt auf die Fahnen geschrieben. Der Startschuss fiel quasi in der Zusammenkunft, „denn diese Aufgabe ist alternativlos,“ machte Landrat Klaus Löffler klar.

Insgesamt zwölf Personen wolle man bis zum Jahr 2025 ausbilden. Der Landrat nutzte Kernsätze wie „Dem eigenen Nachwuchs eine Chance geben“ oder „Wir sagen, was wir denken und wir tun, was wir sagen“. Jetzt gelte es, einen Impuls zu setzen, um der drohenden Personallücke entgegenzuwirken.

Es werde zunehmend schwieriger, qualifizierte Verwaltungskräfte zu finden und diese dann auch zu binden. Personalleiter Christian Neubauer sprach davon, dass allein in den nächsten fünf Jahren 13 Verwaltungskräfte das Rentenalter erreichen werden. „Das ist eine große Nummer.“

Auf diese Abgänge müsse man sich frühzeitig vorbereiten, das erfordere unter anderem auch ein gutes Personalmanagement. Die Ausbildung der Beamten dauere sehr lange, deshalb liege der Fokus gerade besonders auf der Nachwuchsgewinnung. Löffler ergänzte: „Wir werden ab 2023 noch einmal verstärkt in die Ausbildung gehen.“

Kritik an MdB Wagner

Gegen Ende der öffentlichen Sitzung ergriff Gerhard Wunder das Wort. Er kritisierte, dass der Bundestagsabgeordnete der Grünen, Johannes Wagner, Landkreis und Landrat „ohne sachlichen Grund angegriffen“ habe. In der Sache ging es um Windkraftanlagen und darum, dass der Landkreis diesbezügliche Entscheidungen hinauszögere. Entsprechende Vorwürfe seien jedenfalls erhoben worden. Löffler dazu: „Es gibt verschiedene Alternativen und verschiedene Themenpunkte. Unter anderem müssen Naturschutzmaßnahmen geprüft werden. Ich habe mich diesbezüglich auch an die Regierung von Oberfranken gewandt. Wir müssen schließlich auch die Energiepreise in den Griff bekommen. Nicht nur unsere Glasindustrie braucht rund um die Uhr Versorgungssicherheit. Da sind Aussagen, die Johannes Wagner trifft, nicht gerade hilfreich. Vielleicht sollte er sich erst einmal mit den Strukturen im Landkreis vertraut machen.“