Wann ist man als Schulabgänger im Landkreis Kronach nur einen Klick von seiner Karriere entfernt? Die Antwort: Auf jeden Fall am 13. und 14. Oktober 2021, denn da präsentieren sich auf der Onlineplattform „berufeMAP“ bei der digitalen Ausbildungsmesse zahlreiche Firmen , die den potenziellen Azubis die unterschiedlichsten Berufsangebote machen wollen. Dafür dürfen sich zeitnah noch interessierte Betriebe melden.

Interessant für kleinere Betriebe

Regionalmanagerin Gabriele Riedel bezeichnete diese digitale Veranstaltung im Pressegespräch als „angepasste Lösung zwischendurch“. Sobald es wieder möglich sei, wolle man die Ausbildungsmesse natürlich wieder in Präsenz durchführen, bestätigte auch Sibylle Fugmann von der IHK. Sie meint: „Die großen Unternehmen brauchen diese Messe nicht zwanghaft und unbedingt, aber kleinere Betriebe haben möglicherweise ein Problem damit, auf sich aufmerksam zu machen.“

Um gleiche Chancen für alle Unternehmen zu gewährleisten, seien auch alle Ausbildungsstände gleich. Zukunftscoach Gabriele Riedel wirkte sogar etwas überrascht, dass auf Anhieb 50 Firmen ihre Zusage erteilt hätten.

Dennoch sei noch Luft nach oben: „Wer noch teilnehmen möchte, der soll sich bitte so rasch als möglich melden. Es wäre schön, wenn sich vor allem aus den Bereichen Handwerk , Handel und Gastro noch Betriebe finden würden.“ Das Ganze sei ein Versuchsballon, der gute Aussichten auf Erfolg habe. Riedel: „Wir haben sehr viel Arbeit da hineingesteckt und jetzt ziehen wir das auch durch.“

Chat oder Videotelefonie

Was aber erwartet den Interessierten, wenn er diese digitalen Messestände betritt? „Man kann mit seinen Ansprechpartnern chatten, hat die Möglichkeit der Videotelefonie, bekommt ganz viele Infos und kann vor allem auf eine Suchfunktion zurückgreifen, die es ermöglicht, in sehr kurzer Zeit nur die Angebote zu erhalten, auf die man auch Wert legt.“

So beschreibt es Gabriele Riedel, die eine einfache Bedienung auch für die teilnehmenden Ausbildungsbetriebe verspricht. Es sei ganz einfach, seine Daten hochzuladen und auch nicht sehr zeitaufwendig. Nutzen könnten diese Plattform aber nicht nur die Schüler selbst, sondern vor allem auch Lehrkräfte und Eltern. „Wir haben das Programm testen lassen“, verrät Sibylle Fugmann, „und alles ist sehr gut gelaufen. Es kam großes Lob.“ Ein zusätzlicher Vorteil der digitalen Messe sei vor allem auch, dass man die Gruppe der Ungeimpften einbeziehen könne. („So können wir Brücken bauen zu den Dingen, die für Schulabgänger wichtig sind.“) Auf jeden Fall sei die Suche wohl problemloser, als wenn man sich in Präsenz durch eine Turnhalle bewege. „Diese Plattform ist schnell, übersichtlich, unkompliziert und intuitiv“, waren sich Fugmann und Riedel einig.

Wer an den beiden Tagen nicht an der digitalen Ausbildungsmesse teilnehmen könne, dem bleibe der Zugriff auf die Plattform noch bis zum 13. Januar 2022 offen. Man könne dann zwar die Echtzeitfunktionen nicht mehr nutzen, schränkt Riedel ein, aber man könne immer noch in Kontakt treten mit den Anbietern.

Sie fasst am Ende auch alle wichtigen Punkte noch einmal zusammen: „Man kann sich an der digitalen Ausbildungsmesse informieren, chatten, videotelefonieren und auf eine unkomplizierte Suchfunktion zurückgreifen.“ Sie ist zufrieden, dass man diesen Rahmen habe finden können, „denn die Alternative wäre quasi nix gewesen“.

Virtuelle Rundgänge

Ein Wink mit dem Zaunpfahl der beiden Initiatorinnen ging in Richtung Ausbildungsbetriebe: „Vornehme Zurückhaltung ist nicht mehr angesagt.“ Man müsse sich entsprechend präsentieren, denn die Zahl der offenen Stellen sei weitaus größer als die der Ausbildungswilligen. „Und die müssen wissen, dass es diesen Betrieb überhaupt gibt und welche Chancen und Vorteile er bietet.“ Gerade kleinere Firmen könnten nicht mit Azubi-Mobilen, Handys oder mit großartigen Vergünstigungen locken. „Aber sie bieten auch einige Vorteile gegenüber den größeren Betrieben. Und die muss man herausstellen, um konkurrenzfähig zu sein.“

Aufgepimpt werde die Messe an beiden Tagen durch Live-Videos, einen Online-Vortragsraum sowie virtuelle Rundgänge durch die Firmen . Dafür werde man – zum besseren Überblick – einen Zeitplan erstellen, versichert Gabi Riedel. Sie verweist am Ende auch noch auf die Kooperationspartner, die wesentlich zum Erfolg beitragen sollen.

„Wir haben auch die Handwerkskammer (HWK), den Arbeitskreis Schule und Wirtschaft sowie die Berufsschule im Boot.“