Steinberg  —  Steinberg wurde erstmals in einem „Verstiefterbrief“ um das Jahr 1150 erwähnt. Das älteste Gebäude in Steinberg ist die alte Pfarrkirche auf dem Schlossberg, nordwestlich über dem Ort. Das Kreuzgewölbe im Souterrain und die unterirdischen Gänge sind Überreste der alten Burg, die vor der Jahrtausendwende zusammen mit der Festung Kronach entstanden ist.

Die erste Erwähnung

1422 wurde die Schlosskapelle St. Pankratius nach Kronach eingepfarrt und gehört zu Kronach. Es ist die früheste urkundliche Erwähnung einer Kirche in Steinberg . Aus einem Urbar der Pfarrei aus dem Jahre 1427 geht hervor, dass die Schlosskirche Filialkirche von Lahm war und das Schloss bewohnt war. 1515 wird Steinberg von der Pfarrei Lahm getrennt zur eigenen Pfarrei erhoben. Die Umgestaltung des Steinberger Bergschlosses ist vermutlich im letzten Drittel des 15. oder Anfang des 16. Jahrhunderts entstanden. Übrig blieben die alte Kirche und einige Grundmauern der Burg. Die Steinquader der Burg wurden zum Häuserbau verwendet.

Unter Leitung von Pfarrer Karl Mayer wurde 1912 mit dem Bau der neuen Pfarrkirche begonnen. Aufgrund des Bevölkerungszuwachses reichten die Raumverhältnisse der bis dahin genutzten Schlosskirche nicht mehr aus. So wurde bereits 1892 der „Chorbauverein“ gegründet. Durch den Anbau eines Chores an die bisherige Kirche wollte man der Raumnot abhelfen. Die Baubehörde genehmigte jedoch diesen Plan nicht. Auch der Abriss der alten Kirche mit Neuerrichtung an gleicher Stelle wurde nicht zugelassen, weil die alte Kirche bereits damals unter Denkmalschutz stand. Erst der Entwurf eines Neubaus im damaligen „Pfarrgarten“ fand Zustimmung.

Die Einweihung der Pfarrkirche

Am 11. August 1913 feierte die Pfarrgemeinde die Einweihung ihrer neuen Pfarrkirche . Bei der Renovierung 1959 bekam das Kircheninnere ein völlig neues Gesicht. Eine weitere aufwendige Renovierung erfolgte ab Oktober 1995. Nach dem Neubau wurde die alte Kirche nur mit notdürftigen Reparaturen erhalten. Im September 2000 wurde ein Sanierungskonzept für die Kirche erstellt mit Baukosten von rund 500.000 Euro. 2000 bis 2004 erfolgte die Renovierung von Alt Pankratius, bevor sie am 12. September 2004 durch Regionaldekan Günter Hübner wieder eingeweiht wurde.

Besonders an „Alt Pankratius“ ist die Tatsache, dass das 2. Vatikanische Konzil spurlos an ihr vorbeigegangen ist und die liturgischen Reformen nicht vollzogen wurden, weil kein Gottesdienst mehr darin gefeiert wurde. So blieben Eingriffe im Innenraum völlig aus. Heute wird das alte Gotteshaus wieder zu verschiedenen Anlässen und kirchlichen Festen genutzt. Beide Kirchen sind dem Heiligen Pankratius – einem römischen Märtyrer der frühen christlichen Kirche (geboren um 290 in Phrygien; gestorben um 304 in Rom) – geweiht.

Als 14-Jähiger zum Märtyrer geworden

Vielen Sagen und Mythen reihen sich um den Heiligen Pankratius, der als kaum 14-Jähriger den Märtyrertod in Rom erlitten haben soll. Der Überlieferung nach war er der Sohn eines wohlhabenden Phrygiers und wurde entweder während der Herrschaft des Diokletian oder der des Kaisers Valerian in Rom enthauptet. Eine andere Überlieferung erzählt vom Tod durch einen Panther in einer römischen Arena. Der Heilige gilt aufgrund seiner jugendlichen Unschuld als Patron der Erstkommunikanten und Kinder. Sein bedeutendstes Patronat aber ist das der Ritter und des Adels. Deshalb wird er oft in vornehmer Kleidung oder Ritterrüstung, mit Schwert und Märtyrerkrone dargestellt. Auch in der jüngeren Steinberger Kirche befindet sich eine Statue des Heiligen mit dem Schwert, während in der älteren ein Gemälde mit dem von wilden Bestien umgebenen Märtyrer den Hauptaltar ziert.

Die Vorbereitungen auf das Patronatsfest

Bestens gerüstet für das Patronatsfest sind insbesondere die örtlichen Gaststätten, die ihre Besucher mit dem traditionellen Speisenangebot verwöhnen werden. Alle Verantwortlichen laden herzlich ein und freuen sich auf viele gesellige Stunden im schönen Steinberg .