Bereits im vergangenen Sommer hatte der Marktgemeinderat die Umsetzung der Neugestaltung des Friedhofes in Oberrodach nach den Plänen des Landschaftsarchitekturbüros Droll & Lauenstein aus Coburg beschlossen. Die Aufträge für die ersten beiden Bauabschnitte zur Schaffung neuer alternativer Bestattungsmöglichkeiten konnte sich die Firma Kürschner aus Nordhalben sichern, der Bau erfolgte also aus einer Hand.

In den vergangenen Wochen und Monaten wurde fleißig gebaggert und gepflastert, es wurden Leitungen verlegt und Bäume gefällt beziehungsweise neue gepflanzt sowie Sitzgelegenheiten geschaffen. Links der Kapelle entstanden 46 naturnahe Urnengräber am Fuße bestehender und neuer Bäume sowie der dazugehörige Platz der Erinnerung zum Verweilen und Abstellen von Grabschmuck . Rechts der Kapelle wurde der sogenannte Säulenhain mit vielen kleinen Bäumchen angelegt, unter denen 76 anonyme und halbanonyme Bestattungen möglich sein werden. Die Gräber können mit jeweils zwei Urnen belegt werden. Die Gesamtkosten lagen bis dato bei etwa 142 000 Euro für die Bauabschnitte I und II.

Neue Gestaltung für Kapelle

Mit dem nächsten Bauabschnitt soll die Modernisierung der Kapelle in Angriff genommen werden. Diese soll nach den Plänen der Landschaftsarchitekten offener und heller gestaltet werden, damit sie künftig als attraktiver Aufenthaltsbereich dient oder auch für kleinere Trauerfeiern genutzt werden kann. So könne auch bei nicht kirchlichen Bestattungen eine würdevolle Atmosphäre für die Beteiligten geschaffen werden.

Mit der Umsetzung der neuen Ruhestätten wurde bereits der erste Schritt hin zu einem modernen zukunftsfähigen Friedhof gemacht und ein wichtiger Bestandteil des gelungenen Gesamtkonzeptes realisiert.

Es sollen nun Gestaltungsmöglichkeiten ausgearbeitet und dem Marktgemeinderat vorgelegt werden. Die Verwaltung wurde ermächtigt, die Voraussetzungen für das Erstellen eines Entwurfs zu schaffen. red