Kronach  —  In seiner jüngsten Sitzung genehmigte der Bau-, Stadtentwicklungs- und Wirtschaftsausschuss den Antrag auf Umbau eines Einfamilienwohnhauses in der Lönsstraße. Als Maßgabe wurde festgelegt, dass das aus dem Anbau resultierende Niederschlagswasser der Versickerung zuzuführen ist.

Ebenso erfolgte einstimmig das gemeindliche Einvernehmen für den Bau eines Tiny- Loft-Wohnhauses in Gehülz. Die Erschließung ist über ein Privatgrundstück geplant, wofür eine notarielle Miteigentümervereinbarung vorliegt. Die Stadt wird sich an keinerlei Kosten der Erschließung beteiligen, hieß es im Beschluss.

Für den Tekturplan einer Errichtung eines Wohnhauses mit Wintergarten wurde das gemeindliche Einvernehmen mit 5:4 Stimmen nicht erteilt. Es wurden ursprünglich drei Wohneinheiten beantragt in der Tektur liegen nun vier Wohneinheiten vor.

Das Bauvorhaben weicht in mehreren Punkten von den Festsetzungen des Bebauungsplanes ab. Das Wohngebiet Gießübel sei geprägt von Ein- und Zweifamilienwohnhäusern. Ein Vierfamilienwohnhaus würde mehr Wohnraum schaffen, aber es würde sich kaum noch in den Charakter des Wohngebietes einfügen. Für die deutliche Überschreitung kann aus städtebaulichen Gründen keine Befreiung erteilt werden, hieß es durch Stadtplaner Daniel Gerber. Deshalb wurde das gemeindliche Einvernehmen nicht erteilt.

Ebenfalls nicht genehmigt, wenn auch nur vorerst, wurde ein Antrag auf Anbau einer Garage an ein bestehendes Wohnhaus. Die Realisierung wurde allerdings bei einer Begrünung der Dachlandschaft in Aussicht gestellt.

Klaus Simon (SPD) fragte in der Sitzung unter Sonstiges nach, ob eine Asphaltierung der Glasgasse notwendig gewesen sei und wenn ja warum? Bürgermeisterin Angela Hofmann informierte darüber, dass mehrere Anregungen von Senioren vorlagen, die mit Gehbehinderung eingeschränkt sind oder mit Rollator diesen geschotterten Weg gehen müssten.

Dabei hätten viele erhebliche Schwierigkeiten. Diesem Umstand wolle man seitens der Stadt mit einer Asphaltierung entgegenwirken. Kronach als familienfreundliche Stadt müsse nicht nur Familien mit Kindern, sondern auch Senioren soweit möglich attraktive Gehwege anbieten können. eh