Fünf Jungjäger und vier Jungjägerinnen erhielten im Innenhof des Wasserschlosses Mitwitz ihren Jägerschlag im feierlichen Zeremoniell nach altem Brauchtum. Der Kreisvorsitzende des Jagdschutz- und Jägerverbandes Kronach, Bernhard Schmitt, begrüßte neben den Absolventen, Vorstandsmitgliedern und dem Bläsercorps auch zahlreiche Jagdfreunde.

Nach jagdlichen Klängen durch das Bläsercorps des Jägerverbandes Kronach ging Vorsitzender Schmitt zum Jägerschlag über. Zunächst verwies er auf das Gelöbnis, das Jäger bei der Übernahme ihres verantwortungsvollen Amtes ablegen. Darin heißt es unter anderem: „Ich gelobe, mit offenem Herzen und bestem Willen in die Reihe der waidgerechten Jäger eingetreten zu sein, wohl wissend, dass mir damit eine Ehre widerfahren ist, der ich mich allzeit würdig erweisen will! Ich will als Jäger vor allem Heger und Pfleger sein und die Vorbilder überlieferter Jägertreue und den Kameradschaftsgeist zur Richtschnur meines waidmännischen Lebens nehmen.“

Ein Handwerk mit viel Tradition

Danach erteilte der Kreisvorsitzende jedem einzelnen der Jungjäger den Jägerschlag, bei dem ein Hirschfänger jeweils auf die beiden Schultern gelegt wird – und es wird gesprochen: „Der erste Schlag soll dich zum Jäger weihen. Der zweite Schlag soll dir die Kraft verleihen. Der dritte Schlag soll dich verpflichten, nie auf die Jägerehre zu verzichten!“

Es folgte der individuelle Jagdspruch, getextet und vorgetragen durch den Leiter der Jägerschule Kronach, Ewald Müller. Somit grüßen sich zukünftig die Jungjäger künftig mit „Waidmannsheil“, was erwidert wird mit „Waidmannsdank“. In die Jägerschaft wurden nach bestandener Jägerprüfung aufgenommen: Jonas Frank Barnickel (Neukenroth), Miriam Dittus (Rugendorf), Christian Fiedler (Hochstadt), Christian Kotschenreuther (Großvichtach), Franziska Neubauer (Steinbach am Wald), Saskia Reischl (Steinberg), Bernd Watzka (Redwitz), Leonie Bogdahn (Lichtenfels), Detlef Neubauer (Fischbach).

Harte Arbeit auf dem Weg zur Aufnahme

Eine der jüngsten erfolgreichen Absolventinnen ist Franziska Neubauer aus Steinbach am Wald. Die 26-Jährige war schon als Kind mit ihrem Vater mit Begeisterung auf der Jagd. „Seine Einstellung zu Natur und Tieren faszinierte mich und ließ mich auch nicht mehr los, je älter ich wurde.“

Der Kurs hat im September 2021 begonnen und die Prüfungen fanden im Mai und Juni 2022 statt. Zweimal wöchentlich am Abend fanden Unterrichtsstunden und am Wochenende dazu oft noch Praxistermine statt. eh